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Internetkonzern Yandex : Russlands Such(t)maschine

Gehörten auch vor der Pandemie schon zum Straßenbild Moskau: Fahrrad und E-Roller und fahrende Kuriere des Yandex-Essenslieferdienstes, der mittlerweile 20.000 Restaurants der Hauptstadt umfasst. Bild: Reuters

Yandex ist Russlands größter IT-Konzern. Er nutzt die Corona-Krise, um sich im Alltag der Russen noch mehr festzusetzen. Das zeigt sich nicht nur an der Nutzung seiner Suchmaschine, sondern auch in ganz anderen Bereichen.

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          Mitte April fand in Moskau eine Demonstration gegen die seit bald zwei Monaten geltenden Ausgangssperren statt. Allerdings nicht auf der Straße, wo dies in Pandemie-Zeiten streng verboten ist, sondern in einer Navigations-App des Internet-Unternehmens Yandex. Auf deren Karten können Autofahrer Kommentare über Staus, Unfälle oder Blitzer hinterlassen, um andere zu warnen. An dem Tag aber erschienen vor Behördengebäuden und rund um den Kreml wütende Forderungen, das strenge Regime der „Selbstisolation“ zu beenden oder Steuer- und Stromzahlungen während des Lockdowns auszusetzen.

          Katharina Wagner

          Wirtschaftskorrespondentin für Russland und die GUS mit Sitz in Moskau.

          Denn auch viele Russen haben in der Krise ihre Arbeit verloren und gar keine Einkünfte mehr. Und die ohnehin geringen Wirtschaftshilfen der Regierung erreichen viele Betriebe nicht.

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