Von der Kommunikation zur Kontrolle
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Der Streit um den Einfluss im Internet ist in vollem Gange. Bild: dpa
Die Globalisierung ändert sich dramatisch. Zunehmend geht es um Souveränität und darum, wer neue technische Standards setzt. Deutschland muss mitbestimmen.
Warum gerade jetzt? Wuchtig wenden sich die wichtigsten Wirtschaftsräume der Welt voneinander ab. Politische Anführer in Amerika, Asien und Europa drängen darauf, weniger aufeinander angewiesen zu sein, oder zumindest neben ausländischen Angeboten ausreichend eigene Kompetenzen und Kapazitäten vorzuhalten. Washington wirbt ganz offen rund um den Globus für analoge und digitale Lieferketten ohne chinesische Bestandteile.
Peking zieht währenddessen eigene Schlüsse aus dem womöglich existenzgefährdenden Vorgehen gegen den (noch) führenden Handyhersteller und Netzwerkausrüster Huawei und beliebte Dienste wie Tiktok und Wechat. Von „dualer Zirkulation“ ist dort mittlerweile die Rede. Dahinter steckt keine fernöstliche Spiritualität, sondern wohl eine ganz pragmatische Entspannungstechnik – die nahezu nüchterne Idee, zwei Wirtschaftskreisläufe zu installieren, einen internen von China für China sozusagen, und einen externen, der diesen irgendwie unterstützt.
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