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Für externe Links : Instagram entfernt Swipe-up-Funktion

Im Jahr 2016 hat Instagram die Story-Funktion eingeführt. Bild: dpa

Das Hochwischen gehört zu den Instagram-Stories – doch soll schon bald Geschichte sein. Stattdessen soll es eine neue Funktion geben, auf die aber nicht alle Nutzer Zugriff haben werden.

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          „Für mehr: einfach upswipen.“ Kaum ein Satz ist so eng mit den Instagram Stories verbunden wie dieser. Es öffnet sich ein externer Link – zu einem Produkt oder einem Artikel.

          Gustav Theile
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Doch der Swipe-up ist bald Geschichte: Vom 30. August an will Instagram die Funktion entfernen. Das bestätigte eine Sprecherin des Sozialen Netzwerks, das zum Facebook-Konzern gehört, der F.A.Z. Zuvor hatte das US-Techmagazin The Verge über den Schritt berichtet. Der Swipe-up-Link soll durch einen Sticker ersetzt werden, der in den Stories platziert werden kann.

          Begrenzungen sollen bestehen bleiben

          Der Schritt soll optimieren und straffen, wie die Stories erstellt werden. Nutzer sollen mehr „kreative Kontrolle“ erhalten, weil die Nutzer die Link-Sticker im Gegensatz zu der bisherigen Swipe-up-Funktion optisch verändern können. Außerdem können Nutzer auf Stories mit Stickern antworten, nicht aber auf Stories mit Swipe-up-Links. Schon heute können Sticker für diverse Funktionen verwendet werden. Damit lassen sich etwa Standorte, Umfragen, Musik, Hashtags oder Erwähnungen anderer Nutzer einbauen. Häufig stellt Instagram auch aktuelle Sticker bereit, zur Zeit etwa einen zur Briefwahl zur Bundestagswahl.

          Nicht alle Nutzer haben Zugang zu der Swipe-up-Funktion: Sie müssen entweder verifiziert sein oder mindestens 10.000 Follower haben. Dieselben Beschränkungen sollen künftig auch für die Sticker-Link-Funktion gelten. Das Unternehmen sei aber noch dabei, zu evaluieren, ob man mehr Nutzern Zugang gebe. Im Juni hatte Instagram mit den Tests begonnen und die Sticker-Funktion für einige Nutzer freigeschaltet. Die Story-Funktion gibt es auf Instagram seit dem Jahr 2016. Mit der Einführung reagierte die Plattform auf den Erfolg des Konkurrenten Snapchats.

          Integration in Facebook-App

          Zudem wurde am Montagabend bekannt, dass der Konzern Anruffunktionen testweise in seine Hauptapp Facebook integriert, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg. Dafür greift das Unternehmen auf die Technologie der Messenger-App zurück, die seit 2014 als separate App existiert.

          Facebook sehe Messenger mehr und mehr als Dienst und weniger als eigene App an, sagte Facebook-Manager Connor Hayes, der für die Messenger-App zuständig ist. Kritiker sehen in dieser Integration den Versuch, die Apps so sehr zu integrieren, dass eine Aufspaltung des Konzerns kaum noch möglich ist, die von vielen gefordert wird. So reichte in dieser Woche die für Wettbewerbsfragen zuständige Behörde FTC abermals eine Klage gegen Facebook ein.

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