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Selbstfahrende Autos : Infineon schließt sich an chinesische Hightech-Plattform

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Ein automatisiertes Auto hat Baidu im November während seiner Technologiekonferenz in Peking präsentiert. Bild: AFP

Intel mit BMW, Nvidia mit Volkswagen - wenn es um autonomes Fahren geht, dann arbeiten mittlerweile zahlreiche Unternehmen zusammen. Nun hat auch der Halbleiterhersteller aus Bayern einen neuen Partner gefunden.

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          Der deutsche Halbleiterhersteller Infineon will mit dem chinesischen Internetkonzern Baidu zusammenarbeiten im Bereich des autonomen Fahrens. Wie das in Bayern beheimatete Unternehmen an diesem Dienstag mitteilte, schließen sie sich der entsprechenden Entwickler-Plattform der Chinesen an, die den Namen „Apollo“ trägt.

          Baidu bringe in die Partnerschaft seine Kompetenz in Künstlicher Intelligenz und dem autonomen Fahren ein, Infineon seine Expertise in der Automobilelektronik, etwa wenn es um Mikrocontroller oder Radar- und Lidar-Sensorchips geht. Mittlerweile haben sich ungefähr 100 Entwickler aus der Branche dem Programm angeschlossen, heißt es in der Mitteilung weiter.

          Der Zulieferer Continental hatte im vergangenen Jahr eine Kooperation mit Baidu angekündigt. Entwicklungs-Plattformen sind inzwischen in der Autobranche beliebt, um aufwendige technologische Neuerungen voranzutreiben. Alle großen Fahrzeughersteller und ihre Lieferanten arbeiten mit Hochdruck an Systemen für selbstfahrende Autos und Mobilitätsdienste; Allianzen mit Technologieunternehmen sind dabei an der Tagesordnung. China als größter Automarkt der Welt gilt dabei als besonders wichtig, weil das Land die Größe des heimischen Marktes auch dafür nutzt, Technologie-Trends zu bestimmen.

          Der weltgrößte Chiphersteller Intel teilte auf der Technikmesse CES in Las Vegas mit, dass künftig zwei Millionen Fahrzeuge von BMW, Nissan und VW die Technologie seiner Kamera-Tochtergesellschaft Mobileye nutzen würden, um Daten für den Einsatz in speziellen Karten fürs autonome Fahren zu sammeln. Der amerikanische Konzern hatte das israelische Unternehmen im vergangenen Jahr gekauft, um mit Rivalen wie Qualcomm oder Nvidia im schnell wachsenden Geschäft mit Technologie fürs autonome Fahren mithalten zu können.

          Intel kündigte zudem an, sich mit dem chinesischen Fahrzeughersteller SAIC bei der Entwicklung zusammenzuschließen; auch hier soll die Kameratechnik von Mobileye zum Einsatz kommen. Auch mit BMW und anderen Partnern tüfteln die Amerikaner an selbstfahrenden Autos. Der Chiphersteller Nvidia wiederum hatte am Montag in Las Vegas eine Zusammenarbeit mit Volkswagen und dem Mitfahrdienst Uber angekündigt.

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