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Gerne auch zu Weihnachten : In Deutschland shoppen 50 Millionen Menschen online

  • Aktualisiert am

Online-Shopping wird immer beliebter. Bild: dpa

Von Kleidung über Möbel bis hin zu Urlaub und Weihnachtsgeschenken: Online-Shopping erfreut sich immer größerer Beliebtheit.

          2 Min.

          Mehr als drei Viertel der Internetnutzer in Deutschland kaufen Waren und Dienstleistungen über das Netz ein. Das entspricht 50 Millionen Online-Käufern, wie das Statistische Bundesamt am Montag anhand aktueller Ergebnisse aus dem laufenden Jahr mitteilte.

          Besonders oft werden Kleidung und Schuhe (67 Prozent) online erworben, gefolgt von Möbeln, Spielzeug und anderen Gebrauchsgütern (52 Prozent). Auch Urlaubsunterkünfte (42 Prozent) und Eintrittskarten (41 Prozent) werden verhältnismäßig oft per Klick gebucht.

          Noch immer relativ zurückhaltend sind die Nutzer bei Online-Bestellungen von Lebensmitteln (28 Prozent) und Elektronikartikeln (25 Prozent).

          Verfügbar rund um die Uhr

          Auch Weihnachtsgeschenke werden laut einer aktuellen Umfrage immer öfter im Internet gekauft. Dem stationären Handel drohen deshalb im gerade beginnenden Weihnachtsgeschäft trotz der guten Konsumstimmung Umsatzeinbußen. Zu diesem Ergebnis kommt die Unternehmensberatung EY in der Auswertung ihrer am Montag veröffentlichten Befragung „Weinachtgeschenke 2018“.

          „Die großen Online-Anbieter bauen ihre Marktmacht kontinuierlich aus und können sich ein immer größeres Stück vom Kuchen sichern – zulasten des stationären Handels, der sich in Summe auf ein leicht rückläufiges Geschäft mit Weihnachtsgeschenken einstellen muss“, fasste EY-Handelsexperte
          Thomas Harms die Ergebnisse zusammen.

          Der Umfrage zufolge kauft inzwischen schon etwa jeder fünfte Verbraucher seine Weihnachtsgeschenke lieber online. Zum Vergleich: Vor einem Jahr war der Anteil der E-Commerce-Nutzer hier nur halb so hoch. Punkten kann der Online-Handel nicht nur mit der Verfügbarkeit rund um die Uhr. Auch die Möglichkeit, die überfüllten Innenstädte zu meiden, und die größere Auswahl kommen bei vielen Konsumenten gut an.

          Mit Weihnachtsatmosphäre punkten

          Zusätzlich profitiere der Online-Handel davon, dass die Deutschen inzwischen zu Weihnachten seltener zu traditionellen Geschenken wie Büchern oder Kleidung greifen. „Heute werden immer häufiger besondere Erlebnisse, Veranstaltungsbesuche und Reisen verschenkt“, berichtete Harms. Diese Art von
          Geschenken werde in erster Linie im Internet gekauft.

          Zwar besorgt sich eine knappe Mehrheit der Deutschen (53 Prozent) Weihnachtsgeschenke nach wie vor am liebsten bei den Einzelhändlern vor Ort – vor allem, weil sich die Ware dort besser beurteilen lässt und sofort mitgenommen werden kann. Allerdings sinkt die Zahl der Einkaufsstraßen-Fans
          rapide. Vor einem Jahr gaben noch mehr als zwei Drittel (68 Prozent) der Befragten an, einen Shopping-Bummel dem Einkauf im Netz vorzuziehen. Etwa ein Viertel der Befragten hatten keine besonderen Vorlieben genannt.

          Punkten können die Fußgängerzonen und Einkaufszentren gegenüber dem Online-Handel vor dem Fest vor allem mit Weihnachtsatmosphäre. Ungefähr 44 Prozent der Verbraucher gaben an, vorweihnachtliche Veranstaltungen und Weihnachtsmärkte seien ein Anreiz für einen Einkaufsbummel. Nur 7 Prozent der Befragten empfanden sie als störend.

          Am häufigsten werden der Umfrage zufolge allerdings auch in diesem Jahr Geld und Geschenkgutscheine unter dem Weihnachtsbaum liegen. Knapp 60 Prozent der Befragten wollen sich damit zumindest hier und da die Suche nach dem passenden Geschenk ersparen. Gerade die ältere Generation gehe immer mehr dazu über, Geld zu verschenken – weil ihr häufig der Zugang zu den von der Digitalisierung geprägten Wünschen der Jüngeren fehle, berichtete Harms.

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