https://www.faz.net/-gqe-9gf10

Künstliche Intelligenz? : In China lesen jetzt Roboter die Nachrichten

  • Aktualisiert am

Bild: AFP

Eine chinesische Nachrichtenagentur lässt Nachrichten ab sofort von zwei virtuellen Mitarbeitern sprechen. Ob die Avatare als Künstliche Intelligenz gelten, ist aber fragwürdig.

          1 Min.

          Chinas staatlich kontrollierte Nachrichtensender gelten seit langem etwas roboterhaft in ihrer täglichen Wiedergabe regierungsfreundlicher Propaganda – und zwei neue Moderatoren werden diesen Eindruck wohl kaum ausräumen können: Die Nachrichtenagentur Xinhua stellte in dieser Woche zwei virtuelle Nachrichtensprecher vor. Das System entstand in Zusammenarbeit mit dem Suchmaschinenbetreiber Sogou, Vorbild für die Avatare waren die realen Sprecher Qiu Hao und Zhang Zhao.

          Damit sei Künstliche Intelligenz (KI) offiziell Teil der Berichterstattung geworden, erklärte Xinhua. Die „KI Künstliche Moderatoren“ traten in einigen Online-Produktionen der Nachrichtenagentur auf, aber es war noch nicht klar, wie intensiv sie künftig eingesetzt werden.

          Die computergesteuerten Avatare lesen Texte, die in ihr System eingespeist werden, die Münder bewegen sich entsprechend dazu. Ob sie wirklich als KI gelten können, ist allerdings fraglich. Schließlich reagieren sie lediglich auf die Daten, mit denen sie gespeist werden. Tatsächliche KI umfasst jedoch Maschinen, die denken können und selbst Entscheidungen treffen.

          Bild: AFP

          Xinhua erklärte, die neuen Moderatoren seien in Zusammenarbeit mit dem Pekinger Technologie-Unternehmen Sogou Inc entstanden und die ersten ihrer Art weltweit. Sie hätten den Vorteil, dass sie 24 Stunden am Tag arbeiten und schnell Eilnachrichten verbreiten können. Bisher gibt es zwei Versionen der Moderatoren-Roboter: Die eine spricht Englisch, die andere Chinesisch.

          Weitere Themen

          Apple-Zulieferer baut jetzt Elektroautos

          Foxconn : Apple-Zulieferer baut jetzt Elektroautos

          Seit Jahren wird darüber spekuliert, ob Apple ein Auto bauen will. Der Zulieferer Foxconn präsentiert jetzt drei Elektro-Fahrzeuge. Deren Namen erinnern an die von Tesla-Modellen.

          Wirtschaftsforscher senken Konjunkturprognose deutlich Video-Seite öffnen

          Anstieg von nur 2,4 Prozent : Wirtschaftsforscher senken Konjunkturprognose deutlich

          Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihre Prognose für das Wachstum der deutschen Wirtschaft in diesem Jahr noch einmal deutlich abgesenkt. In ihrem Herbstgutachten gehen die Expertinnen und Experten nun von einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 2,4 Prozent in diesem Jahr aus – nach prognostizierten 3,7 Prozent im Frühjahr.

          Topmeldungen

          F.A.Z.-Serie Schneller Schlau : Der Bundeswehr geht das Geld aus

          Die Welt rüstet auf. Doch die Finanzierung des deutschen Militärs ist unter einer neuen Bundesregierung fraglicher denn je. Zwischen Wunsch und Wirklichkeit klafft eine riesige Lücke.
          Eine gute Nachricht: Von vielen Schäden kann sich die menschliche Leber, hier in einem 3D-Hologram zu sehen, erholen –  sofern diese frühzeitig behandelt werden.

          Volkskrankheit Fettleber : Gefahr im Oberbauch

          Sie ist weit verbreitet und wird dennoch viel zu selten erkannt: die Fettleber. Das kann für Betroffene schwere Folgen haben.
          Verbundenheit mit Europa: Protest in Krakau gegen das EU-Urteil des polnischen Verfassungsgerichtes.

          Polen und die EU : Ein einmaliger Frontalzusammenstoß

          Das polnische Verfassungsgericht hat sich pauschal vom Vorrang des Europarechts verabschiedet und beruft sich auf Entscheidungen anderer Mitgliedstaaten. Die Rechnung geht nicht auf.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.