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Smartphone-Chef Richard Yu : Der mächtige Huawei-Manager

Für das Konsumentengeschäft bei Huawei zuständig: Richard Yu Bild: action press

Sein Vorbild ist Steve Jobs: Huaweis Smartphone-Chef Richard Yu wollte ganz nach oben. Dann kam ihm Donald Trump in die Quere. Ob es unter Joe Biden besser für ihn wird?

          4 Min.

          Ob die Chefetage von Huawei laut gejubelt hat oder sogar Champagner geflossen ist, als am Samstag in Amerika das Ergebnis der Präsidentenwahl feststand, ist nicht überliefert. Anlass zumindest hätte es für Chinas größten Technologiekonzern und sein Management durchaus gegeben. Kein anderes Unternehmen aus dem Reich der Mitte hatte Donald Trump während seiner vierjährigen Regentschaft derart auf dem Kieker wie den schnell wachsenden Produzenten von Smartphones und Mobilfunknetzen. Begleitet von Spionagevorwürfen, erschwerte der abgewählte Regierungschef Huawei das Geschäft mit weitreichenden Handelssanktionen – so sehr, dass zuletzt sogar im Konzern selbst die Frage gestellt wurde, ob man das überlebe.

          Hendrik Ankenbrand

          Wirtschaftskorrespondent für China mit Sitz in Schanghai.

          Marco Dettweiler
          Thiemo Heeg

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Wie sehr der heftige Gegenwind aus den Vereinigten Staaten die Chinesen bewegte und bewegt, demonstriert kaum einer intensiver als der für das Konsumentengeschäft zuständige Richard Yu. Der 1969 geborene Manager gehört zwar nicht zum eigentlichen Führungstrio, das sich in regelmäßigen Abständen in der Aufgabe des „Rotating Chairman“ ablöst. Er ist aber als mächtiger Leiter der wichtigen Smartphone-Sparte neben Gründer Ren Zhengfei das bekannteste Gesicht des Unternehmens. Bekannt ist er auch, weil er durch seine oft emotionale Art in öffentlichen Auftritten für Aufmerksamkeit sorgt.

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