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Influencermarke : Henkel kauft Hello Body

Sylvie Meis, ehemals Fußballer-Gattin und heute Influencerin, bewirbt die Produkte von Hello Body Bild: Screenshot F.A.Z

Mit der Hilfe von Influencern und einem Direktvetrieb über Instagram macht ein Berliner Start-up Millionenumsätze. Davon will nun auch der Persil- und Schwarzkopf-Hersteller profitieren.

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          Der Konsumgüterkonzern Henkel hat die Mehrheit an einem Berliner Online-Händler übernommen, der Schönheitsprodukte über Soziale Medien verkauft und damit in den vergangenen Jahren rasant gewachsen ist. Zu dem Unternehmen Invincible Brands gehören die Kosmetikmarke Banana Beauty, Haarpflegeprodukte von Mermaid+Me sowie die Hautpflegemarke Hello Body, die zusammen im vergangenen Jahr 100 Millionen Euro Umsatz erzielt haben.

          Jonas Jansen
          Wirtschaftskorrespondent in Düsseldorf.

          Gut zwei Drittel davon kommen alleine durch die Cremes und Shampoos von Hello Body zustande, das sich vor allem als Werbepartner von Influencern über Fotoplattformen wie Instagram verkauft. Die dort vor allem in der jungen Zielgruppe enorm beliebten Models und Fitnessblogger bieten dann häufig Rabattcodes für ebenjene Produkte an und führen sie ihren Fans vor, gut 1,5 Millionen Kunden zählen die Marken.

          Für Henkel, das zuletzt mit einem schwachen Kosmetikgeschäft zu kämpfen hatte, ist die Übernahme ein Versuch, näher an eine digitale und junge Zielgruppe heran zu kommen. Vor allem der Direktvertrieb an die Kundinnen ist für Henkel attraktiv, der Konsumgüterkonzern verspricht sich davon „relevante Innovationen für das gesamte Markenartikel-Geschäft zu entwickeln“, wie Jens-Martin Schwärzler sagt, der im Vorstand von Henkel für das Segement Beauty Care verantwortlich ist.

          Die globale Ausrichtung und die Produktions- und Vermarktungskapazitäten des Dax-Konzerns bringen dem Start-up wiederum Wachstumsmöglichkeiten, die es vorher nicht hatte. Über den Kaufpreis machen die Unternehmen keine Angaben, die Gründer und der Investor Capital D, der vor zwei Jahren bei Invincible Brands eingestiegen ist, halten weiterhin ein Viertel der Anteile an den Marken.

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