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Halbleiter-Produktion : Europa entdeckt die Computerchips wieder

Ein IGBT-Modul in der Zentrale des Halbleiterherstellers Infineon Bild: dpa

Apple, Infineon, Bosch, Trumpf: Es sieht so aus, als erlebe die Halbleiterfertigung in Europa ihre Renaissance. Das ist auch nötig – denn der Markt wandelt sich, und der internationale Druck wächst.

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          Apple setzt auf eigene Chips – und auf Ingenieure aus Deutschland. Bosch baut eine große neue Chipfabrik in Dresden; der Maschinenbauer Trumpf hat zuletzt vor allem mit Maschinen zur Produktion von Halbleitern ein gutes Geschäft gemacht. Sind das zufällige Nachrichten, die nichts miteinander zu tun haben? Nein, denn in den vergangenen gut zehn Jahren hat sich in der Chipindustrie so viel verändert, dass es für Deutschland und Europa sinnvoll sein könnte, wieder größeres Augenmerk auf eine Technologie zu lenken, von der man glaubte, dass die Region auch dort nichts mehr mitzureden habe. Tatsächlich ist es eher so, dass der Kontinent auf dem Gebiet der Chips eine neue Chance bekommt, die in der öffentlichen Diskussion eine erheblich größere Aufmerksamkeit verdient.

          Carsten Knop
          Herausgeber.

          Dort werden zwar Debatten über die Abhängigkeit von amerikanischen Cloud-Anbietern geführt, die sich nur unter großen Mühen reduzieren lassen wird. Aber dass der jüngste Milliarden-Zukauf von Apple im Kern ausgerechnet einen ehemaligen Chip-Standort des deutschen Herstellers Infineon in Neubiberg bei München betrifft, der für ein knappes Jahrzehnt etwas glücklos zu Intel gehörte, das wissen nur noch Eingeweihte.

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