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Fifa-21-Quellcode gestohlen? : Hacker-Angriffe auf McDonald’s und Videospieleanbieter EA

  • Aktualisiert am

Electronic-Arts-Manager Patrick Soderlund bei einer Präsentation Bild: AFP

Die Serie an Hacker-Angriffen auf große Unternehmen reißt nicht ab. Am Freitag wurden Fälle bei McDonald’s und Electronic Arts bekannt. Im Dark Web wurden einige Daten zum Kauf angeboten.

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          Der weltgrößte Fast-Food-Konzern McDonald’s und der bekannte Videospieleanbieter Electronic Arts sind Opfer von Cyber-Attacken geworden. Eine interne Untersuchung ergab nach Angaben von McDonald's vom Freitag, dass Hacker Zugriff auf eine geringe Anzahl von Dateien erlangten, von denen einige persönliche Informationen enthielten. Kundendaten seien nach bisherigem Kenntnisstand aber nur in Korea und Taiwan betroffen. McDonald’s arbeite mit externen Experten an der Aufklärung des Vorfalls.

          Einem Bericht des „Wall Street Journal“ zufolge verschafften sich die Cyber-Kriminellen auch Zugang zu Daten von Mitarbeitern, Franchise-Partnern und Restaurants des Konzerns in den USA. Hierbei sei es aber nicht um sensible persönliche Informationen gegangen, schrieb das Finanzblatt unter Berufung auf ein internes Memo von McDonald’s. Demnach stellten die Hacker keine Lösegeldforderung. Auch der Geschäftsbetrieb habe nicht unter der Cyber-Attacke gelitten.

          Quellcode von Fifa 21 gestohlen?

          Die Angreifer, die es auf den Videospieleanbieter Electronic Arts (EA) abgesehen hatten, hätten „in eingeschränktem Maße“ Spiele-Quellcode und dazugehörige Software-Werkzeuge entwendet, bestätigte das Unternehmen unter anderem dem Finanzdienst Bloomberg.

          Dem Online-Magazin „Vice“ zufolge behaupten die Hacker, dass sie unter anderem den Quellcode des Fußball-Spiels „Fifa 21“ in ihren Besitz gebracht hätten. Auch die Softwaresicherheits-Experten von Blackberry stießen im Dark Web auf Angebote von EA-Daten. Sie warnten in diesem Zusammenhang davor, dass die Hacker dank der gestohlenen Informationen Zugang zu zahlreichen Computern erlangen könnten. Speziell könnten sie präparierte Zusatzsoftware wie Cheats entwickeln, die als Einfallstor genutzt werden könnten, betonten die Blackberry-Experten am Freitag. EA betonte zugleich, dass bei der Attacke keine Daten von Spielern erbeutet worden seien – und man aktuell keine Risiken für ihre Privatsphäre sehe.

          Hackerangriffe sind an der Tagesordnung. Erst vor wenigen Wochen hatte ein Angriff den Betrieb einer der größten Benzin-Pipelines in den USA gestoppt. Der Betreiber Colonial zahlte Erpressern ein Lösegeld von 4,4 Millionen Dollar. Auch der weltgrößte Fleischproduzent JBS aus Brasilien wurde vergangene Woche von einem sogenannten Ransomware-Angriff getroffen und zahlte 11,0 Millionen Dollar.

          Und auch Videospieleanbieter sind immer häufiger betroffen. Im Februar war der polnische Anbieter CD Projekt Ziel eines Hacker-Angriffs geworden – und teilte jetzt mit, dass man nun davon ausgehe, dass Informationen aus der Attacke im Netz zum Kauf angeboten würden. Neben Daten zu Spielen könnten auch Informationen zu Mitarbeitern und Geschäftspartnern darunter sein, hieß es.

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