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Life Science : Günstige Gelegenheit für Sartorius

  • -Aktualisiert am

Eine Mitarbeiterin der Sartorius AG arbeitet in der Produktion für Laborinstrumente. Bild: dpa

Günstig ist der angekündigte Zukauf von Satorius nicht: Rund 750 Millionen Dollar in bar will des Göttinger Laborausrüster für Geschäfte des Konkurrenten Danaher auf den Tisch legen. Aber es ist dennoch eine günstige Gelegenheit.

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          Günstig ist der angekündigte Zukauf des Göttinger Laborausrüsters Satorius nicht: Rund 750 Millionen Dollar in bar will das M-Dax-Unternehmen für Geschäftsbereiche des amerikanischen Konkurrenten Danaher auf den Tisch legen, die zusammen im vergangenen Jahr gerade einmal rund 140 Millionen Dollar erwirtschaftet haben. Auch ein Vergleich zu Sartorius eigenem Umsatz von 1,6 Milliarden Euro im vergangenen Jahr zeigt die Größenordnung der geplanten Transaktion.

          Allerdings dürfte es für Sartorius dennoch eine günstige Gelegenheit sein: Danaher muss diese Bereiche aus kartellrechtlichen Gründen abtreten, weil das Unternehmen selbst General Electrics Biopharma-Geschäft kaufen will. Vor allem aber ergänzen diese Technologien gut das eigene Geschäft der Göttinger. Dabei geht es insbesondere auch darum, bioanalytische Prozesse in der Wirkstoffforschung zu beschleunigen, sodass neue Arzneien schneller auf den Markt kommen und damit günstiger in der Entwicklung sind.

          Für forschende Pharmaunternehmen, die Milliarden in Forschung investieren, sind solche Technologien dementsprechend wertvoll. Gerade sogenannte biopharmazeutische Arzneien, die auf Mikroorganismen basieren, nehmen anteilig zu, vor allem in der so bedeutenden Krebsmedizin. Sie brauchen allerdings auch viele Versuche im Labor – für die Satorius nun noch mehr Technologien anbietet.

          Ilka Kopplin

          Redakteurin in der Wirtschaft.

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