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Game-Streaming im Browser : Google steigt in Videospiele-Markt ein

  • Aktualisiert am

Bild: Google

Moderne Videospiele überfordern heimische Computer häufig. Viele Rechner erfüllen nicht die technischen Voraussetzungen. Mit einer neuen Streaming-Technologie will Google das jetzt ändern. Die ersten sind sie damit nicht.

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          Google versucht zum wiederholten Male, einen Fuß in den Markt für Videospiele zu bekommen. Mit dem „Project Stream“ sollen die Computer von Nutzern entlastet werden und Video-Spiele stattdessen online gestreamt werden. Das teilte das Unternehmen am Montagabend mit.

          Google kooperiert dafür mit dem Anbieter Ubisoft. Dessen neues Actionspiel „Assassin’s Creed Odyssey“ sollen ausgewählte Nutzer in den Vereinigten Staaten im Rahmen des Tests von „Project Stream“ vom 5. Oktober an kostenlos im Chrome-Webbrowser spielen können.

          Die Videospielindustrie setzt weltweit jährlich mehr als 100 Milliarden Dollar um – Tendenz steigend. Mit seinem neuen Streaming-Angebot will nun auch der Internetgigant Google in den noch jungen Streaming-Markt für Videospiele einsteigen. Durch das Streaming von Videospielen könnten teure eigene Computer zur Darstellung aktueller Spiele überflüssig werden.

          Schnelle Internetverbindung notwendig

          Beim Spiele-Streaming wird das eigentliche Videospiel auf externen Servern gespeichert und berechnet. Die Videoergebnisse werden dann direkt auf den heimischen Bildschirm übertragen. Das sorgt dafür, dass man grafisch anspruchsvolle Titel wie zum Beispiel „Assassin's Creed“ auf einem technisch schwachen Rechner, Laptop oder sogar auf dem Smartphone spielen kann. Voraussetzung ist allerdings eine schnelle Internet-Verbindung, da sonst Eingabeverzögerungen auftreten können. Nutzer des Services zahlen in einem Abonnement-Modell monatlich einen festen Betrag an die Streaming-Anbieter.

          Ein komplexes Spiel über eine Internet-Verbindung laufen zu lassen, sei eine große technische Herausforderung, betonte Google. Die Reaktionszeit dürfe Millisekunden nicht überschreiten und Qualitätsverlust bei der Grafik seien zu vermeiden. Interessenten, die sich als Teilnehmer bewerben wollen, sollten eine 25 Megabit pro Sekunde schnelle Internet-Leitung haben, betonte Google.

          Die Konkurrenten sind schon weiter

          Der Playstation-Hersteller Sony bietet das Videospiele-Streaming schon an. Die Spiele werden aber in geringerer Auflösung als bei einem von einer Disc laufenden Spiel ausgegeben und die Bildqualität kann schwanken. Sony setzt mit 5 Megabit pro Sekunde auch eine deutlich geringere Bandbreite der Internet-Verbindung voraus als Google bei seinem Test. Auch die französische Firma Blade hatte ihren Streamingdienst „Shadow“ Anfang September gestartet. Hier wird eine Internet-Verbindung mit mindestens 15 Megabit pro Sekunde vorausgesetzt.

          Google hatte schon in der Vergangenheit mehrmals versucht, in die Spieleindustrie einzusteigen. 2014 waren Übernahmeverhandlungen mit dem Livestreaming-Dienst Twitch knapp gescheitert. Konkurrent Amazon hatte daraufhin den Dienst übernommen, worauf Google mit einem Ausbau des Videoportals Youtube reagierte.

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