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Steuer-Rückstellungen : Google mit drei Milliarden Dollar im Minus

  • Aktualisiert am

Ein Zug mit Google-Werbung in Las Vegas Bild: AP

Wegen der Rückstellung auf Auslandsgewinne nach der amerikanischen Steuerreform muss die Google-Mutter Alphabet einen Milliardenverlust hinnehmen. Der Umsatz stieg dagegen an.

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          Die Google-Mutter Alphabet hat wegen der Rückstellung auf Auslandsgewinne nach der amerikanischen Steuerreform einen Milliardenverlust im vergangenen Quartal verbucht. Der Dachkonzern musste zusätzlich 9,9 Milliarden Dollar (7,96 Mrd Euro) für die Einmal-Abgabe vormerken. Dadurch fielen unterm Strich rote Zahlen von gut drei Milliarden Dollar an. Der Umsatz stieg unterdessen im Jahresvergleich um 24 Prozent auf 32,3 Milliarden Dollar, wie Alphabet nach Börsenschluss am Donnerstag mitteilte.

          Die Aktie fiel im nachbörslichen Handel zeitweise um rund fünf Prozent. Die Analysten hatten mit etwas mehr Umsatz gerechnet. Zugleich zahlt Google immer mehr an andere Websites, die Nutzer auf Seiten des Internet-Konzerns weiterleiten.

          Während die eigenen Google-Werbeerlöse von 18 auf 22,2 Milliarden Dollar stiegen, überwies Google den Partnern 6,45 Milliarden Dollar. Das waren 24 Prozent mehr als vor einem Jahr. Zugleich gelingt es Google weiterhin, die niedrigeren Einnahmen pro Klick auf eine Online-Anzeige durch eine deutlich höhere Zahl der Klicks mehr als auszugleichen.

          Weiterhin ist es so, dass Google bei Alphabet das Geld verdient, während die anderen Projekte wie die Roboterwagen-Firma Waymo oder der Smarthome-Spezialist Nest unterm Strich Verluste schreiben. Google steigerte den operativen Gewinn von 7,9 Milliarden Dollar vor einem Jahr auf 8,8 Milliarden. Das Minus der anderen Bereiche sank in dieser Zeit von rund 1,1 Milliarden Dollar auf 916 Millionen Dollar.

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