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Google, Amazon und Co. : Wie gefährlich sind Internetgiganten für die Marktwirtschaft?

  • -Aktualisiert am

Die großen vier: Google, Facebook, Amazon und Apple Bild: AFP

In der neuen Digitalwirtschaft entstehen Riesenkonzerne. Ist das schlecht für den Wettbewerb? Nicht unbedingt. Ein Gastbeitrag.

          5 Min.

          Diktieren uns die Internet-Giganten bald die Regeln unseres Zusammenlebens? Werden Wettbewerb und Marktwirtschaft durch eine neue Form des Kapitalismus ersetzt, nämlich des „Plattform-Kapitalismus“? Droht eine Monopolisierung großer Teile der Wirtschaft? Diese und ähnliche Befürchtungen treiben derzeit viele Politiker um. Das schnelle Wachstum und vor allem die enorme Marktkapitalisierung der sogenannten GAFA-Gruppe (Google, Amazon, Facebook, Apple) sind vielen nicht ganz geheuer. Und in der Tat ist die Frage berechtigt: Ist die Marktbewertung dieser Unternehmen vielleicht so hoch, weil die Anleger bald mit dauerhaften Monopolrenditen rechnen?

          In der Tat können Plattformen wie Google, Facebook, Amazon & Co. schnell erhebliche Marktanteile auf sich vereinen. Google ist die dominante Suchmaschine, Facebook das mit Abstand größte soziale Netzwerk, und Amazon dominiert den Online-Handel in den Vereinigten Staaten und Europa. Wie kommt es dazu? Kern einer Plattform sind sogenannte indirekte Netzeffekte. Von Netzeffekten sprechen Ökonomen, wenn der Nutzen eines Produkts davon abhängt, wie viele andere Nutzer dasselbe Produkt auch benutzen. Ein klassisches Beispiel ist das Telefon: Je mehr andere Leute ein Telefon besitzen, desto nutzbringender ist ein eigener Telefonanschluss.

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