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Chip-Industrie : „Bis Ende 2024 an deutschen Standorten kein Stellenabbau“

Wafer im Dresdner Chipwerk von Infineon. Auf der Siliziumscheiben sind in Tausenden komplizierten Arbeitsschritten winzige Schaltkreise aufgebracht. Bild: Infineon

Während Europa mit Engpässen in der Chipindustrie kämpft, greift Taiwans Globalwafers nach der Münchner Siltronic AG. CEO Doris Hsu erklärt im Interview warum.

          5 Min.

          Sie nennt sich „eine langweilige Person“. Diese Selbsteinschätzung würden nicht viele in der Chip-Industrie teilen. Denn Doris Hsu hält die Branche in Atem. Will die Chefin der taiwanischen Globalwafers Co. doch den Markt für Siliziumwafer neu ordnen – und das hat es in sich: Denn die glänzenden pizzagroßen Scheiben sind quasi die Basis aller Computerchips. Mit der angepeilten Akquisition von Siltronic soll ihr Haus fortan neben dem Branchenprimus Shin Etsu aus Japan stehen. Globaler Auftritt, ein Drittel Marktanteil, Jahreserlös von 3 Milliarden Euro – große Ziele.

          Stephan Finsterbusch

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Rüdiger Köhn

          Wirtschaftskorrespondent mit Sitz in München.

          Dafür steht Hsu schon mal jeden Morgen früh um vier Uhr auf. Sie geht kurz nach fünf ins Büro und kommt in der Regel erst spät am Abend wieder heim. So beschreibt sie sich gern auch als Workaholic. In der Branche gilt sie als fordernd und hart, krisen- und konfliktfähig. Sie studierte von 1991 bis 1993 an der amerikanischen Universität von Illinois Computerscience, startete ihre Karriere bei der SAS-Gruppe in Taiwan und wurde dort Schützling des mächtigen Chairman. Vor zehn Jahren gründete SAS dann die Tochtergesellschaft Globalwafers aus und stellte Hsu schließlich an die Spitze des mittlerweile börsennotierten Unternehmens. Der Umsatz von Globalwafers stieg von umgerechnet 14 Millionen Euro im Jahr 2011 auf heute etwa 1,7 Milliarden Euro.

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