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Schleppender Glasfaserausbau : Warum das Internet bei uns so langsam ist

  • -Aktualisiert am

Das Rohr ist noch leer: Der Glasfaserausbau geht in Deutschland zu langsam voran. Bild: dpa

Die Politik spricht von Digitalisierung und verschläft trotzdem den Internetausbau. Schlechte Kommunikation, geringe Fördermittel, fehlendes Interesse: Deutschland ist aus vielen Gründen nicht schnell genug.

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          Über das Internet lässt es sich leicht ärgern. Dazu laden in Deutschland genug Funklöcher während der Bahnfahrt, lahme Anschlüsse auf dem Land und hohe Kosten für das Handy ein. Das Erkennen des digitalen Rückstands hat allerdings bisher nur begrenzt zur Aufholjagd animiert. Von wegen Weltmeister oder wenigstens Europameister: Im internationalen Vergleich liegen die deutschen Internetverbindungen hinten. Dabei fördert die Bundesregierung den Breitbandausbau mit Milliarden Euro. Wieso hinkt Deutschland hinterher? Brauchen die Deutschen das schnelle Internet gar nicht so dringend, obwohl es für Unternehmen so bedeutsam ist?

          Jan Hauser

          Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Die Bundesregierung hat jedenfalls schon oft beteuert, es besser machen zu wollen. Erst sollten bis Ende 2014 drei Viertel der Haushalte mit 50 Megabit in der Sekunde surfen und dann bis Ende 2018 jeder Haushalt einen solchen Anschluss haben können. Beide selbstgesetzten Ziele hat die Regierung von Bundeskanzlerin Angela Merkel verfehlt. Ende 2018 war für 87,8 Prozent der Haushalte ein Anschluss von mindestens 50 Megabit in der Sekunde verfügbar.

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