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Der Gigant und die Krise : „Amazon ist fast schon systemrelevant“

Ungebrochene Nachfrage: Ein Kurier liefert in New York City Amazon-Pakete aus. Bild: Reuters

Die Handelsplattform versorgt die Kunden in Corona-Zeiten mit dem Wichtigsten und baut ihre Marktanteile aus. Doch das Wachstum bringt auch Probleme mit sich. Noch ist nicht klar, wie der Onlinehandel nach der Krise aussehen wird.

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          Wer zu Hause bleiben muss, bestellt im Internet – so weit, so nachvollziehbar. Trotzdem gehören nicht alle Onlinehändler automatisch zu den Gewinnern der Viruskrise. Das zeigte am Montag eine aktuelle Verbraucherbefragung des Onlinehandelsverbands BEVH: Demnach sind die Umsätze aus Verkäufen im Internet im März um fast 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat eingebrochen.

          Bastian Benrath

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Roland Lindner

          Wirtschaftskorrespondent in New York.

          Während die Menschen insgesamt weniger Waren bestellen, werden aber die Produkte deutlich stärker nachgefragt, welche in der Krise wichtig erscheinen. Einige Warenarten haben deshalb signifikant zugelegt, zum Beispiel im Internet bestellte Lebensmittel, Drogerieartikel, Baumarktwaren und Medikamente. Die Umsätze mit letzteren wuchsen um fast 90 Prozent im Vergleich zum März 2019, die mit Lebensmitteln um 56 Prozent. Der Verkauf von Mode hingegen, sonst die Warengruppe, die online die größten Umsätze erzielt, sackte von 854 Millionen Euro auf nur noch 552 Millionen Euro ab.

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