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Zweifel von Forschern : Funktioniert die Corona-App im Nahverkehr?

Wie gut funktioniert die Corona-Warn-App im Nahverkehr? Bild: Lando Hass

Irische Forscher kommen in einer Untersuchung zu dem Schluss: Die Warn-Apps funktionieren in Bus und Bahn nicht. Doch die Entwickler halten dagegen. Und auch die Studie scheint Schwächen zu haben.

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          Wer in den Bus oder die Straßenbahn einsteigt, der hat schnell ein mulmiges Gefühl: Menschen stehen eng zusammen. Die Gefahr, sich mit dem Coronavirus anzustecken, scheint mitzufahren. Deshalb sollte die Corona-Warn-App hier zuverlässig funktionieren. Doch in dieser Woche sorgt eine Studie aus Irland für Aufregung. Die Forscher bezweifeln, dass die Corona-Warn-App der Bundesregierung in Straßenbahnen funktioniert. „Unsere Messungen zeigen, dass es in Straßenbahnen wenig Korrelation zwischen empfangener Signalstärke und Distanz zwischen den Geräten gibt“, heißt es in dem Forschungspapier, das schon Ende Juni veröffentlicht, zunächst aber kaum beachtet wurde.

          Gustav Theile
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Das würde bedeuten: Die Corona-Warn-App wäre im öffentlichen Nahverkehr nutzlos. Es könnte nicht zuverlässig gemessen werden, ob zwei Menschen, die die Corona-Warn-App installiert haben, tatsächlich so lange und so nah beieinander standen, wie es nötig wäre, damit die App eine Warnung ausspielt. Als Grund führen die Forscher Douglas Leith und Stephen Farrell von der Computerwissenschaftlichen Fakultät des Trinity College in Dublin an: „Das liegt wahrscheinlich an den Reflexionen von den metallenen Wänden, Boden und Dach in der Straßenbahn, Metall ist bekannt als starker Reflektor von Wellen.“ Leith, Inhaber der Lehrstuhls für Computersysteme am Trinity College, bekräftigt: „Basierend auf unseren Messungen, ist die App in Straßenbahnen und Bussen nutzlos.“

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