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Neuer Ärger : Amerikanische Verbraucherschutzbehörde bereitet Kartellklage gegen Facebook vor

  • Aktualisiert am

Das Logo von Facebook Bild: Reuters

Erst letztes Jahr ging Facebook mit der Verbraucherschutzbehörde FTC einen Vergleich ein. Jetzt geht es um kartellrechtliche Verstöße und Facebook ist nicht allein betroffen. Prominente rufen zugleich zu einem neuen Boykott auf.

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          Facebook muss sich in Amerika auf eine Kartellklage einstellen. Nach einem Bericht des „Wall Street Journals“ trifft die Verbraucherschutzbehörde FTC Vorbereitungen, noch bis Ende dieses Jahres eine Klage gegen das soziale Netzwerk einzureichen. Die Behörde ermittelt seit etwa einem Jahr gegen das Unternehmen in der Frage, ob es seine Marktposition missbraucht hat, um den Wettbewerb zu behindern. Dem Bericht zufolge ist allerdings noch keine endgültige Entscheidung gefallen, Klage zu erheben.

          Facebook hat mit der FTC schon unangenehme Bekanntschaft gemacht. Im vergangenen Jahr stimmte der Internetkonzern einem fünf Milliarden Dollar teuren Vergleich mit ihr zu, in dem es um Datenaffären ging. Nun stehen etwaige kartellrechtliche Verstöße im Mittelpunkt, und Facebook ist damit nicht allein. Die FTC und das amerikanische Justizministerium haben auch Google, Apple und Amazon ins Visier genommen.

          Das Justizministerium ist Medienberichten zufolge sogar schon kurz davor, eine Kartellklage gegen Google einzureichen. Auch der amerikanische Kongress beschäftigt sich zunehmend mit der Marktmacht der Technologiekonzerne. Ende Juli sagten die Vorstandsvorsitzenden von Facebook, Google, Apple und Amazon in einer Anhörung vor einem Kongressausschuss aus. Politiker konfrontierten sie dabei mit sehr kritischen Fragen.

          Unterdessen sieht sich Facebook mit einem weiteren Boykott konfrontiert. Eine ganze Reihe von Prominenten hat angekündigt, am Mittwoch Facebooks Fotoplattform Instagram nicht zu nutzen. Dazu gehören Fernsehstar und Influencerin Kim Kardashian West und Schauspieler wie Leonardo DiCaprio und Jennifer Lawrence. Kardashian West, die 188 Millionen Follower auf Instagram hat, sagte, sie wolle dagegen protestieren, dass Facebook und Instagram die Verbreitung von „Hass, Propaganda und Falschinformationen“ zulassen würden.

          Zu dem Instagram-Boykott hat die gleiche Gruppe aufgerufen, die unlängst Unternehmen bedrängt hatte, im Juli keine Werbung auf Facebook zu schalten, weil das soziale Netzwerk nach ihrer Auffassung zu wenig gegen Hasskommentare und andere schädliche Inhalte tue. Hunderte von Unternehmen sind diesem Aufruf gefolgt.

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