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Fraunhofer-Chef im Interview : „Es geht um die Unversehrtheit unseres Landes“

Reimund Neugebauer ist Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft. Bild: dpa, Bearbeitung F.A.Z.

Atemberaubender Technik-Fortschritt und ein feindseligeres Umfeld: Was kommt auf Deutschland zu? Fraunhofer-Präsident Reimund Neugebauer über bedrohte Souveränität, dringende Disruption – und Vorwürfe gegen ihn selbst.

          14 Min.

          Herr Professor Neugebauer, wir leben in einer Zeit, in der renommierte Forscher inzwischen sogar über Unsterblichkeit oder zumindest eine extreme Verlängerung des Lebens reden. Wenn Sie das hören als Wissenschaftler, sind Sie interessiert, alarmiert – oder ist das schlicht Größenwahn?

          Alexander Armbruster
          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft Online.

          Natürlich ist für uns alle der Gedanke daran, das Leben zu verlängern, sehr erfreulich. Jeder möchte – gesund – möglichst lange leben. Und deshalb gibt es auch ein großes Interesse daran. Damit hängt allerdings eine andere wichtige Frage zusammen: Wenn Menschen sich damit befassen, dann kostet das natürlich Geld, solche Forschung muss wie andere Forschung auch, ob nun erkenntnisgetrieben oder anwendungsgetrieben, irgendwo ihre Rechtfertigung finden. Gerade wenn das mit öffentlichen Mitteln finanziert wird, muss dem auch eine ethische Abwägung vorausgehen. Wenn auf der Welt Millionen Menschen ums Überleben kämpfen oder um ihre Ernährung, ist es dann eine Priorität, Ernährungsforschung zu betreiben, sodass die Lebenden vernünftig leben können? Oder ist es eine Priorität, dass Menschen in reichen Nationen, und dort vielleicht auch nur sehr wohlhabende Menschen, ihr Leben verlängern? Beides hat als wissenschaftliche Fragestellung seine Berechtigung. Aber für die Priorisierung bedarf es vorab meines Erachtens eines entsprechenden Diskurses.

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