https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/digitec/frankreich-erspart-google-milliardenzahlung-16157382.html

Steuernachzahlung : Frankreich erspart Google Milliardenbetrag

  • Aktualisiert am

Das Google-Logo auf einer Konferenz in Paris Bild: Reuters

Ein Berufungsgericht hat zugunsten des amerikanischen Suchmaschinen-Riesen entschieden. Dieser muss in Frankreich nun doch keine Steuern nachzahlen.

          1 Min.

          Der amerikanische Internetkonzern Google kommt um eine Steuernachzahlung von gut einer Milliarde Euro in Frankreich herum. Das Pariser Verwaltungsgericht urteilte am Donnerstag im Berufungsverfahren, die irische Konzerntochterfirma Google Ireland Limited, die Werbeanzeigen auch für den französischen Markt verkauft, sei in Frankreich nicht steuerpflichtig. Die Richter folgten damit der Argumentation von Google.

          Schon in erster Instanz hatten französische Richter zugunsten des amerikanischen Konzerns entschieden. Sie lehnten nun den Einspruch des französischen Haushaltsministeriums ab. Der Staat forderte eine Nachzahlung von insgesamt 1,15 Milliarden Euro.

          Google hatte für das fragliche Jahr 2015 lediglich rund 6,7 Millionen Euro Steuern in Frankreich gezahlt. Der Verkauf von Werbeanzeigen für den französischen Markt bei Google selbst oder der Tochtergesellschaft Youtube wird über die irische Tochterfirma abgewickelt. In Irland hat Google seinen Europasitz.

          EU-Behörden verdächtigen große amerikanische Internetkonzerne wie Google, Facebook und Amazon, ihre Gewinne in Ländern mit höheren Steuern – wie beispielsweise Frankreich – künstlich kleinzurechnen. Die Konzerne beteuern, es handle sich um legale Methoden der sogenannten Steueroptimierung.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Jetzt auch ohne negativen Test: Eine U-Bahn in Zhengzhou am 5. Dezember

          Null-Covid-Politik beendet : Xi Jinpings rasante Corona-Kehrtwende

          Nach den Protesten gegen die Null-Covid-Strategie entscheidet Xi Jinping sich zur Flucht nach vorn. Was die Führung in Peking gestern noch als Ausdruck des überlegenen chinesischen Systems pries, wird nun korrigiert.
          Bundestrainer Hansi Flick

          „Volles Vertrauen“ : Hansi Flick bleibt Bundestrainer

          Hansi Flick tritt nach dem WM-Debakel nicht zurück: Das ist das Ergebnis eines Krisengesprächs mit der DFB-Spitze. Der Bundestrainer soll die Nationalelf zur Europameisterschaft 2024 im eigenen Land führen.
          Klimaaktivisten haben am 15. November 2022 ein Werk Gustav Klimts mit schwarzer Farbe beschmiert, einer klebte seine Hand daran fest.

          Soziale Systeme : Nützliche Radikale

          Schaden radikale Aktionen wie die der „Letzten Generation“ den Zielen einer Bewegung? Soziologen haben das untersucht und sind zu einem überraschenden Ergebnis gekommen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.