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Steuernachzahlung : Frankreich erspart Google Milliardenbetrag

  • Aktualisiert am

Das Google-Logo auf einer Konferenz in Paris Bild: Reuters

Ein Berufungsgericht hat zugunsten des amerikanischen Suchmaschinen-Riesen entschieden. Dieser muss in Frankreich nun doch keine Steuern nachzahlen.

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          Der amerikanische Internetkonzern Google kommt um eine Steuernachzahlung von gut einer Milliarde Euro in Frankreich herum. Das Pariser Verwaltungsgericht urteilte am Donnerstag im Berufungsverfahren, die irische Konzerntochterfirma Google Ireland Limited, die Werbeanzeigen auch für den französischen Markt verkauft, sei in Frankreich nicht steuerpflichtig. Die Richter folgten damit der Argumentation von Google.

          Schon in erster Instanz hatten französische Richter zugunsten des amerikanischen Konzerns entschieden. Sie lehnten nun den Einspruch des französischen Haushaltsministeriums ab. Der Staat forderte eine Nachzahlung von insgesamt 1,15 Milliarden Euro.

          Google hatte für das fragliche Jahr 2015 lediglich rund 6,7 Millionen Euro Steuern in Frankreich gezahlt. Der Verkauf von Werbeanzeigen für den französischen Markt bei Google selbst oder der Tochtergesellschaft Youtube wird über die irische Tochterfirma abgewickelt. In Irland hat Google seinen Europasitz.

          EU-Behörden verdächtigen große amerikanische Internetkonzerne wie Google, Facebook und Amazon, ihre Gewinne in Ländern mit höheren Steuern – wie beispielsweise Frankreich – künstlich kleinzurechnen. Die Konzerne beteuern, es handle sich um legale Methoden der sogenannten Steueroptimierung.

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