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Rechenzentren : Datenhauptstadt am Main

Datenstrom: Die Rechenzentren in Frankfurt haben den Flughafen als größten Stromverbraucher abgelöst. Bild: Unternehmen

Mails, Fotos, Serien – immer mehr Daten sind in der Cloud gespeichert. In Frankfurt, wo ein Rechenzentrum nach dem nächsten entsteht, wird das greifbar. Doch der Bauboom bringt nicht nur Vorteile für Europas Datenhauptstadt.

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          Frankfurt mag eine vergleichsweise kleine Stadt sein, ihre Bewohner halten sie gern einmal für die wichtigste überhaupt. Sie hat ja nun mal die höchsten Häuser weit und breit, den größten Flughafen, die meisten Banken und sogar die EZB – und sie ist die Datenhauptstadt, je nach Lesart nicht nur Deutschlands, sondern mindestens Europas. So oder so ist es eine Spitzenposition, die Arbeit und Wohlstand bringt, aber auch ihre Schattenseiten hat.

          Inga Janović
          Redakteurin im Regionalteil der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und verantwortliche Redakteurin des Wirtschaftsmagazins Metropol.

          Ein über Europa hinaus bedeutsames Zentrum des Internets ist Frankfurt, wenn man auf die Menge der Daten schaut, die dort über den Austauschknoten De-Cix in die verschiedenen Teile des Netzes umgeschlagen werden. In Spitzenzeiten ist es sekündlich eine Informationsmenge, die in Schriftform 2,2 Milliarden DIN-A4-Seiten füllen würde, was aufeinandergestapelt für einen Turm von 220 Kilometern Höhe reicht. Deutschlands Datenhauptstadt ist die Mainmetropole, wenn man auf die Ansammlung von Rechenzentren schaut, die etliche Gewerbegebiete in der Stadt und inzwischen auch in ihrem Umland füllen. Das gibt es so nur in Frankfurt – und der Bauboom, der vor etwa fünf Jahren so richtig losbrach, hält an.

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