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Bei bis zu 14 Millionen Usern : Neue Datenpanne bei Facebook

  • Aktualisiert am

Mark Zuckerbergs Facebook: Datenschutz-Pannen sind zum Problem geworden. Bild: AP

Nachrichten, die nur für bestimmte Nutzer gedacht waren, wurden für alle Welt sichtbar gepostet. Der Fehler passierte vor wenigen Wochen, gestand Facebook ein. Wer betroffen ist, soll informiert werden.

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          Das Online-Netzwerk Facebook hat gegenüber amerikanischen Medien eine weitere Datenpanne eingeräumt, wegen der private Nachrichten von zahlreichen Nutzern vorübergehend öffentlich angezeigt werden konnten.

          Der Fehler trat vom 18. bis zum 27. Mai auf und betraf rund 14 Millionen User, wie die Tech-Portale „Recode“ und „Techcrunch“ sowie andere Medien am Donnerstag berichteten. Während dieses Zeitraums seien die Einstellungen automatisch und ohne die Nutzer in Kenntnis zu setzen so umgestellt worden, dass die gesamte Facebook-Community Inhalte hätte sehen können, die nur für Freunde oder kleinere Gruppen bestimmt waren.

          Facebook will Nutzer informieren

          Der Fehler sei inzwischen behoben, teilte die zuständige Facebook-Managerin Erin Egan mit. „Wir möchten uns entschuldigen.“ Facebook habe aber nicht alle betroffenen Beiträge ändern können. Das Unternehmen wolle nun beginnen, betroffene Nutzer zu informieren.

          Für Facebook kommt die Panne zur Unzeit. Das Unternehmen steht bereits seit Monaten wegen seines Umgangs mit persönlichen Daten unter massivem Druck. In die Kritik geriet das Online-Netzwerk zuletzt, weil die Daten von rund 87 Millionen Nutzern bei der Datenanalyse-Firma Cambridge Analytica gelandet waren und dann unerlaubt für den Wahlkampf des heutigen amerikanischen Präsidenten Donald Trump genutzt worden sein sollen. Anfang dieser Woche räumte Facebook ein, dass dem chinesischen Smartphone-Hersteller Huawei Zugriff auf die Daten seiner Nutzer gewährt wurde.

          „Offensichtlich ist es sowohl ein PR- als auch ein Management-Desaster“, schrieb das einflussreiche Tech-Blog „Recode“. Es sei aber noch unklar, von wie vielen der etwa 14 Millionen von dem Fehler betroffenen Nutzer in dem Zeitraum tatsächlich eingeschränkt gepostete Nachrichten an die Öffentlichkeit gerieten.

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