https://www.faz.net/-gqe-9weii

Kurzfristige Absage : Facebook verschiebt Start von eigenem Datingdienst

  • Aktualisiert am

Facebook-Managerin Fidji Simo stellt Facebook Dating im April vergangenen Jahres auf der Entwicklerkonferenz F8 vor. Bild: Reuters

Facebook Dating, die Konkurrenz des sozialen Netzwerks zu Tinder, sollte Ende der Woche in Europa an den Start gehen. Doch damit wird es nun nichts – ein Konkurrent meint zu erkennen, warum.

          1 Min.

          Es sollte groß und glamourös werden, Stars und Influencer waren eingeladen, um den Start von Facebook-Dating in Deutschland zu feiern. Ende der Woche, pünktlich zum Valentinstag sollte es so weit sein – „Lust auf ein Date mit Facebook?“ war die Einladung überschrieben. Mit dem Dienst, der in Amerika schon genutzt werden kann, greift Facebook erfolgreiche Dating-Apps wie Tinder oder Lovoo an.

          Doch wie es mit der Liebe halt ist: Es ist kompliziert. So lautet nun auch der Status von Facebook-Dating. Denn völlig unvermittelt sagte der Milliardenkonzern den Start in Deutschland und wohl auch ganz in Europa nun ab. Einen Tag vor dem feierlichen Event in Berlin kommt die Mitteilung, dass es doch nichts wird.

          „Der Launch von Facebook Dating ist uns sehr wichtig und wir nehmen uns deshalb noch etwas mehr Zeit, um das Produkt für Europa vorzubereiten“, teilt eine Sprecherin der F.A.Z. lediglich mit. Wann der Start nun kommen soll, ist offen.

          Die Absage passt ins Bild. Denn bisher ist der Dating-Dienst von Facebook offenbar nicht sonderlich erfolgreich. „Wir sehen in Amerika, dass Facebook Dating nicht stark startet“, sagt Tim Schiffers, Chef der kostenpflichtigen Partnervermittlungs-Dienste Parship und Elitepartner, der F.A.Z. „Als klar positionierter Spieler am Markt mache ich mir keine Sorgen.“

          Analysen seines Unternehmens würden zeigen, dass das Interesse an Facebook Dating nicht ausgeprägt sei: „Auf Facebook meiner Partnersuche nachzugehen, ist dann vielleicht doch ein bisschen nah dran an meinem persönlichen Umfeld.“ Zudem stehe das Unternehmen wegen seines Umgangs mit Daten in der Kritik.

          Weitere Themen

          Die dritte Welle brechen

          F.A.Z.-Frühdenker : Die dritte Welle brechen

          Armin Laschet bringt einen kurzen Lockdown ins Spiel, der die dritte Welle bremsen soll. Dazu könnte auch die Impfkampagne beitragen – bis Mai soll jeder fünfte Deutsche geimpft sein. Der F.A.Z.-Newsletter für Deutschland.

          Topmeldungen

          Showtime für Ola  Källenius, 51: Am Donnerstag präsentiert er sein elektrisches Spitzenmodell: „So etwas hat die Welt noch nicht gesehen.“

          Elektro-S-Klasse von Mercedes : Der Tesla-Jäger

          Der Daimler-Chef Ola Källenius verkauft fünfmal so viele Autos wie Elon Musk. Trotzdem ist Tesla das Siebenfache wert. Jetzt bläst der Schwede zum Angriff.
          Ohne China und die Vereinigten Staaten kann der Klimawandel kaum gebremst werden.

          Klimaschutz der Großmächte : Wie Biden China auf die Probe stellt

          Ohne Peking gibt es keinen Durchbruch beim Klimaschutz. Der neue Fünfjahresplan Chinas verzichtet aber auf ambitionierte Vorgaben. Ob es seine Klimazusagen einhält, könnten die Amerikaner aus dem Weltall messen.
          Eine „Doppel-Ausstrahlung“ wie ARD und ZDF machen sie nicht: Martin Gradl (links) und Stephan Schmitter.

          Was plant „RTL News“? : „Wir sind voll im Angriffsmodus“

          Die Mediengruppe RTL hat eine einzige, große Nachrichtenzentrale gegründet. Wir fragen ihre Chefs, Stephan Schmitter und Martin Gradl: Warum? Was macht der ARD-Pensionär Jan Hofer bei ihnen? „RTL aktuell“ expandiert, ein weiterer Moderator kommt auch.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.