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Facebook und Twitter : Auf Kollisionskurs mit dem Präsidenten

Amerikas Präsident Donald Trump Bild: EPA

Die Online-Plattformen Facebook und Twitter entfernen einen Eintrag zum Coronavirus – und vertiefen den Graben zwischen ihnen und Präsident Trump.

          3 Min.

          Weniger als drei Monate vor der amerikanischen Präsidentenwahl sind Facebook und Twitter zunehmend auf Kollisionskurs mit Donald Trump. Die beiden Online-Plattformen haben jetzt Einträge des Präsidenten entfernt, in denen er reklamiert, Kinder seien „fast immun“ gegen das Coronavirus. Sie zogen sich damit den Zorn von Trumps Wahlkampfbüro zu, das den Schritt als abermaliges Zeichen „schamloser Voreingenommenheit“ von Technologiekonzernen gegen den Präsidenten wertete.

          Roland Lindner

          Wirtschaftskorrespondent in New York.

          Es ist die jüngste Kontroverse um fragwürdige und provozierende Äußerungen von Trump in sozialen Netzwerken. Facebook hatte hier bislang nachsichtiger agiert als Twitter und ist dafür auch heftig kritisiert worden. Der Vorstandsvorsitzende Mark Zuckerberg hat oft gesagt, sein Unternehmen wolle nicht „Schiedsrichter der Wahrheit“ sein. Das Entfernen von Trumps Corona-Behauptung dürfte auch nicht als Abkehr von dieser grundsätzlichen Position zu werten sein. Es zeigt aber, dass auch Facebook gewillt ist, in bestimmten Fällen durchzugreifen.

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