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Anti-Muslimische Äußerungen : 24 Stunden Facebook-Sperre für Sohn von Netanjahu

  • Aktualisiert am

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und seine Frau Sara stehen zur Wahl im Jahr 2013 neben ihrem damals 22-jährigen Sohn Jair. Bild: dpa

Jair Netanjahu ist auf Facebook schon häufiger mit anti-muslimischen Äußerungen aufgefallen. Nach einem abermaligen Ausfall zog das Netzwerk jetzt die Notbremse. Der Bestrafte wehrt sich heftig.

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          Jair Netanjahu, Sohn von Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, hat wegen wiederholter anti-muslimischer Äußerungen eine 24-stündige Facebook-Sperre erhalten. Der 27-Jährige gab die Sperre am Sonntag selbst im Kurznachrichtendienst Twitter bekannt. Einem Bericht der „Times of Israel“ zufolge hatte er auf Facebook zuvor indirekt gefordert, dass Israel nur noch von Juden bewohnt werden sollte.

          Er schrieb demnach: „Es wird hier keinen Frieden geben, bis: 1. Alle Juden Israel verlassen. 2. Alle Muslime Israel verlassen. Ich bevorzuge die zweite Option.“ In einem anderen Post habe er geschrieben, es werde „nie Frieden geben mit diesen Monstern in Form von Männern, die sich selbst seit 1964 ,Palästinenser‘ nennen“. Nach einem tödlichen Anschlag auf israelische Bürger habe er zudem dazu aufgerufen, deren „Tod zu rächen“.

          In der Bekanntgabe seiner Sperrung griff Jair Netanjahu das Soziale Netzwerk scharf an. „Die Gedankenpolizei der radikalen Progressiven von Facebook ist auch bei mir angekommen“, schrieb er. Zudem kritisierte er, dass etwa die radikal-islamische Hamas oder die Schiitenmiliz Hizbullah offizielle Facebook-Seiten hätten. Facebook äußerte sich zunächst nicht dazu.

          Netanjahu junior war in der Vergangenheit schon mehrmals aufgefallen. Im vergangenen Jahr verklagte ihn eine linksorientierte Organisation, die er im Internet als radikal und anti-zionistisch angegriffen hatte. Er steht auch regelmäßig im Visier von Kritikern seines Vaters. Sie werfen die Frage auf, warum der 27-Jährige ohne eine offizielle Funktion in der Residenz des Ministerpräsidenten wohnt und über einen Leibwächter und einen Chauffeur verfügt. Gemutmaßt wird, dass Netanjahu seinen Sohn zum politischen Erben aufbauen will.

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