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Nach Datenskandal : Deutsche misstrauen Facebook schon lange

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Facebook-Gründer Mark Zuckerberg Bild: AP

Eine Umfrage zeigt: Facebooks Datenskandal hat das Vertrauen der Deutschen in den Konzern nicht sehr erschüttert. Sie hatten sowieso schon keines.

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          Das Misstrauen der Deutschen gegenüber Facebook ist so groß, dass einige das soziale Netzwerk offenbar schon seit einer Weile nur noch eingeschränkt oder gar nicht nutzen. Der aktuelle Datenskandal rund um Cambridge Analytica hat die Lage kaum noch verändert – zumindest behaupten die Deutschen das von sich selbst.

          Im neuen „Deutschland-Trend“ der ARD geben 59 Prozent der telefonisch befragten Internet-Nutzer an, Facebook unabhängig von den aktuellen Berichten gar nicht zu nutzen. Hochgerechnet auf die Bevölkerung würde das bedeuten, dass mehr als zehn Prozent der Facebook-Nutzer inzwischen ganz passiv sind. 27 Prozent der befragten Internet-Nutzer nutzen Facebook nach dem neuen Skandal genauso intensiv oder passiv weiter wie zuvor. Nur 12 Prozent der Nutzer schränken ihre Facebook-Nutzung ein, zwei Prozent verzichten jetzt ganz darauf.

          Das Vertrauen in das soziale Netzwerk ist laut der Umfrage gering – selbst bei den Leuten, die Facebook tatsächlich nutzen. Nur 10 Prozent der befragten Facebook-Nutzer haben großes Vertrauen, dass das Unternehmen mit persönlichen Daten verantwortungsvoll umgeht. 88 Prozent haben wenig oder gar kein Vertrauen. Sehr großes Vertrauen hat demnach keiner der befragten Facebook-Nutzer. Unter den gesamten Internet-Nutzern haben 61 Prozent große oder sehr große Sorge vor einem Missbrauch ihrer persönlichen Daten.

          Facebook löschte Nachrichten von Mark Zuckerberg

          Gleichzeitig wurde bekannt, dass das Unternehmen die Privatsphäre seines Gründers und Chefs schont. Das Fachblog „TechCrunch“ meldete, alte Nachrichten von Mark Zuckerberg seien aus ihren Postfächern auf Facebook verschwunden, während die Antworten seiner Gesprächspartner noch vorhanden seien.

          Facebook sagte TechCrunch, es habe die Speicherzeit von Zuckerbergs Nachrichten tatsächlich begrenzt. Das sei aus Sicherheitsgründen geschehen, nachdem Sony Pictures 2014 in einem Hack E-Mails seiner Manager verloren habe.

          Facebook

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          Welche Daten der Nutzer dagegen bei Cambridge Analytica gelandet sind, das konnte das Unternehmen bisher nicht ermitteln. „Bis zum heutigen Tage wissen wir nicht, welche Daten Cambridge Analytica hat“, sagte Top-Managerin Sheryl Sandberg der „Financial Times“. Sie räumte ein, Facebook habe zu langsam reagiert. Dass Mark Zuckerberg und sie nicht früher auf den Skandal reagiert hätten, habe daran gelegen, dass sie sich erst schlau machen wollten.

          Kartellamt: Facebook missbraucht seine Marktmacht

          Möglicherweise wird nicht nur die bald in Kraft tretende Datenschutz-Grundverordnung Facebook dazu zwingen, seinen Umgang mit Nutzerdaten zu verändern. Auch das Bundeskartellamt ist auf dem Weg. „Nach dem jetzigen Stand gehen wir davon aus, dass Facebook seine Marktmacht gegenüber den Kunden durch die Art und Weise, wie Daten aus Drittquellen gesammelt und verwertet werden, missbräuchlich ausnutzt“, sagte Kartellamts-Präsident Mundt der „Rheinischen Post“.  „Bleiben wir bei diesem Befund, wird Facebook seine Praxis anpassen müssen.“

          Die Methode des „Deutschland-Trend“

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