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Datenpanne : Facebook-Mitarbeiter konnten Millionen Passwörter einsehen

  • Aktualisiert am

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg steht vor dem nächsten Datenskandal. Bild: AFP

Die Passwörter von 200 bis 600 Millionen Nutzern waren für mehr als 20.000 Facebook-Mitarbeiter einsehbar. Das hat der Konzern jetzt zugegeben. Die Nutzer sollen informiert werden.

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          Passwörter von vielen Millionen Facebook-Nutzern sind für Mitarbeiter des Online-Netzwerks im Klartext zugänglich gewesen. „Wir gehen davon aus, dass wir hunderte Millionen Nutzer von Facebook Lite, Dutzende Millionen weitere Facebook-Nutzer sowie zehntausende Instagram-Nutzer benachrichtigen werden“, erklärte das Unternehmen am Donnerstag. Facebook Lite ist eine vereinfachte Version für Nutzer des Online-Netzwerks in Regionen mit langsamen Internet-Leitungen.

          Facebook habe keine Hinweise darauf, dass jemand intern missbräuchlich darauf zugegriffen habe, hieß es weiter. Die Passwörter seien auch für niemanden außerhalb des Unternehmens sichtbar gewesen.

          Die betroffenen Nutzer sollen dennoch „als Vorsichtsmaßnahme“ benachrichtigt werden, obwohl es keinen Hinweis auf einen Missbrauch der Daten gebe. Die Passwörter hätten eigentlich auch intern unkenntlich sein müssen. Der Fehler sei bei einer Routine-Prüfung im Januar aufgefallen. Er sei inzwischen behoben worden – Facebook machte keine Angaben dazu, wann genau.

          Kurz vor der Facebook-Mitteilung hatte der IT-Sicherheitsexperte Brian Krebs in seinem Blog von dem Fall berichtet. Er schrieb unter Berufung auf einen nicht namentlich genannten Facebook-Insider, mehr als 20.000 Mitarbeiter des Online-Netzwerks hätten Zugriff auf die im Klartext gespeicherten Passwörter haben können. Insgesamt könnten 200 bis 600 Millionen Facebook-Nutzer betroffen sein.

          Die Archiv-Dateien mit unverschleierten Passwörtern gingen bis ins Jahr 2012 zurück, hieß es bei Krebs weiter. Laut Logdaten hätten ungefähr 2000 Entwickler etwa neun Millionen interne Abfragen für Daten-Elemente gemacht, die ungeschützte Passwörter enthielten, schrieb der Sicherheitsexperte unter Berufung auf den Unternehmensinsider. Facebook machte dazu zunächst keine Angaben.

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