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Auf Druck der Behörden : Facebook löscht Millionen extremistischer Einträge

  • Aktualisiert am

Facebook hat eigenen Angaben zufolge im ersten Quartal Millionen extremistischer Beiträge gelöscht. Bild: Reuters

Extremismus auf Facebook ist ein großes Problem. Bislang verwies die Internet-Plattform immer auf seine Algorithmen. Doch dann machten die Behörden Druck auf das Unternehmen.

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          Offenbar auf Druck der Behörden ist Facebook nach eigenen Angaben zuletzt entschiedener gegen extremistische Beiträge vorgegangen. Im ersten Quartal seien insgesamt 1,9 Millionen Einträge in Verbindung mit den Extremisten-Gruppen „Islamischer Staat“ (IS) oder Al Kaida in den meisten Fällen gelöscht oder mit Warnhinweisen versehen worden, teilte Facebook am Montag mit. Das seien doppelt so viele wie in den drei Monaten zuvor.

          Die Europäische Union hatte zuletzt gefordert, Facebook und seine Konkurrenten müssten extremistische Inhalte schneller entfernen. Facebook verwendet eine automatisierte Software, um umstrittene Posts ausfindig zu machen.

          Facebook veröffentlichte zudem erstmals seine Definition des Begriffs „Terrorismus“. Das Unternehmen erklärte, terroristisch sei „jede Nicht-Regierungsorganisation, die vorsätzliche Gewalthandlungen gegen Personen oder Eigentum betreibe, um eine Zivilbevölkerung, eine Regierung oder internationale Organisation einzuschüchtern, um ein politisches, religiöses oder ideologisches Ziel zu erreichen.“

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