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Strafen gegen Facebook : Zweierlei Maß

  • -Aktualisiert am

Im Fokus: Bei den Machenschaften von Facebook wird ganz genau hingeschaut. Bild: Reuters

Facebook ist der Prügelknabe im Silicon Valley. Das hat sich das soziale Netzwerk auch selbst zuzuschreiben. Trotzdem drängt sich der Eindruck auf, dass andere Unternehmen mehr Nachsicht genießen.

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          Facebook ist der Prügelknabe im Silicon Valley. Das hat sich das soziale Netzwerk auch selbst zuzuschreiben. Es gerät regelmäßig wegen seiner Datenschutzpraktiken in Erklärungsnot und ist lange nicht entschlossen genug gegen Falschinformationen und Hasskommentare auf seinen Diensten vorgegangen. Kürzlich musste es in einem Vergleich mit der Aufsichtsbehörde FTC wegen Datenverfehlungen zustimmen, 5 Milliarden Dollar zu zahlen. Bei all den Negativschlagzeilen um Facebook rückt manchmal in den Hintergrund, dass sich auch andere Technologiegiganten reichlich Fehltritte leisten und man ihnen ähnliche Dinge vorhalten kann.

          Ein Beispiel ist die zum Internetkonzern Google gehörende Videoplattform Youtube. Auch sie hat etwa lange zu wenig gegen extremistische Inhalte getan, und ihr wird nachgesagt, dass ihre Algorithmen, die Nutzern Videos empfehlen, zur Radikalisierung von Menschen beigetragen haben. Gerade hat sie einen Vergleich mit der FTC geschlossen, der sich um den gravierenden Vorwurf dreht, sie habe illegal Daten von Kindern zu Werbezwecken gesammelt. Die verhängte Strafe verblasst aber neben dem Facebook-Bußgeld und ist für Google leicht verschmerzbar. Womit sich ein weiteres Mal der Eindruck aufdrängt, dass andere Unternehmen mehr Nachsicht genießen als Facebook.

          Roland Lindner

          Wirtschaftskorrespondent in New York.

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