https://www.faz.net/-gqe-9in4t

Beschluss in nächsten Wochen : Bundeskartellamt will Facebook die „Gefällt mir“-Buttons verbieten

  • Aktualisiert am

Ein „Gefällt mir“-Button von Facebook Bild: dpa

Die Wettbewerbsschützer kritisieren schon länger, dass Facebook auch außerhalb seiner eigenen Seiten Daten von Nutzern sammelt. Nun schreitet die Behörde zur Tat.

          1 Min.

          Das Bundeskartellamt will Facebook demnächst verbieten, über in anderen Websites eingebaute „Gefällt mir“-Buttons Nutzerdaten außerhalb des Sozialen Netzwerks zu sammeln. Ein entsprechender Beschluss solle dem Konzern in den nächsten Wochen zugestellt werden, berichtet die „Bild am Sonntag“. Das Kartellamt ist der Auffassung, dass Facebook durch die Datensammlung außerhalb seiner eigenen Seiten seine marktbeherrschende Stellung missbrauche.

          Ein entsprechendes Vorgehen des Bundeskartellamts gegen das Soziale Netzwerk war für Anfang des Jahres erwartet worden. Wie das Blatt weiter schreibt, geht es nicht nur um die „Gefällt mir“-Buttons, sondern generell um Schnittstellen von Facebook zu Drittanbietern, über die dem Konzern Nutzerdaten zufließen. Solche Drittanbieter sind etwa auch Spiele-Apps oder der Kurznachrichtendienst Twitter.

          Eine Facebook-Sprecherin erklärte auf Anfrage von FAZ.NET, das Netzwerk stehe seit 2016 in regelmäßigem Austausch mit dem Bundeskartellamt und habe dessen Anfragen beantwortet. „Wir wir 2017 bereits öffentlich dargelegt haben, teilen wir die Ansichten des Kartellamts nicht und stimmen der Vermengung von Datenschutz- und Kartellrecht nicht zu“, sagte sie. „Wir werden diese Position auch weiterhin verteidigen.“

          Weitere Themen

          Trump will Tiktok in Amerika verbieten Video-Seite öffnen

          Die Spannung wächst : Trump will Tiktok in Amerika verbieten

          Das vor allem bei Jugendlichen beliebte Netzwerk ist wegen nationalen Sicherheitsbedenken bereits seit längerem im Visier der amerikanischen Behörden. Hintergrund sind Bedenken, dass Tiktok Nutzerdaten an China weitergeben könnte. Das Vorgehen gegen Tiktok dürfte die Spannungen zwischen Washington und Peking weiter verstärken.

          Topmeldungen

          Bidens Vize: Kamala Harris

          Kamala Harris : So flexibel wie sie war Biden nie

          Kamala Harris ist politisch erfahren, aber noch nicht zu alt. Und sie steht, anders als Trump es suggeriert, gar nicht sehr weit links. Alles gut also mit Bidens Vize? Abwarten. Denn sie ist eine sehr wendige Politikerin.
          Rücksichtslos: Cornelia Koppetsch hat der Untersuchungskommission zufolge gegen „die gute wissenschaftliche Praxis“ verstoßen.

          Verfahren gegen Koppetsch : Plagiate im Dutzend

          Maßstäbe der Wissenschaftshygiene: Die TU Darmstadt leitet ein Disziplinarverfahren gegen Cornelia Koppetsch ein. Über Jahre hinweg hat die Soziologin geistigen Diebstahl betrieben. Nun drohen ihr ernsthafte Konsequenzen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.