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Zuckerberg und Facebookboykott : Sein Machtanspruch steht nicht in Zweifel

  • -Aktualisiert am

Facebook-Chef Mark Zuckerberg im Februar auf der Münchner Sicherheitskonferenz Bild: dpa

Facebook erlebt den schmerzhaftesten Boykottaufruf in seiner Geschichte – denn diesmal beteiligen sich die wahren Kunden des Konzerns. Gründer Mark Zuckerberg scheint nicht bereit zu sein, die Verantwortung zu übernehmen.

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          Als sich vor einigen Tagen abzeichnete, dass immer mehr Werbekunden von Facebook einem Boykottaufruf folgen, gab Mark Zuckerberg ein versöhnliches Signal. Er kündigte Schritte an, die darauf angelegt schienen, Kritiker zu besänftigen. Zum Beispiel im Umgang mit Hassbotschaften. Künftig soll es nicht mehr erlaubt sein, in Facebook-Anzeigen Menschen einer bestimmten Rasse als Bedrohung zu beschreiben oder Verachtung und Ekel gegenüber Einwanderern und Flüchtlingen zu äußern.

          Das klingt löblich. Es wirft freilich die Frage auf, warum solche Kommentare nicht längst auf einer schwarzen Liste stehen. Die Initiatoren des Boykotts konnten das als weitere Munition für ihren Vorwurf sehen, Facebook tue nicht genug gegen Hass und andere fragwürdige Inhalte.

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