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Mobilitätsgeschäft : Mehr Daten – weniger Stau

  • -Aktualisiert am

Verkehrsdaten-Sammlung: Die NRW-Verkehrszentrale in Leverkusen. Bild: dpa

Die Verkehrsunternehmen können ihre Angebote dank großer Datenschätze verbessern. Das weckt Begierden bei der EU: Sie plant, Daten unternehmensübergreifend zu sammeln.

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          Niemand wartet gern. Ob auf Bus, Taxi oder Bahn oder aber im Stau: Warten ist die Pest – und kostet Geld. In einer digitalisierten Welt, in der Verbraucher auch das Auto als Dienstleistung für zwischendurch nutzen, ist das ein Problem. Auch eine autonome Flotte etwa sollte sich möglichst dort aufhalten, wo gerade Passagiere warten. „Alle Akteure wollen den Verkehr bündeln, um Verkehrsströme besser leiten zu können“, sagt der Unternehmensberater Friedemann Brockmeyer von civity Management Consultants, „für diese Umstellung braucht man massenhaft Daten.“ Das Ziel: „Simulationskompetenz“, also das Vermögen, Nachfragen vorherzusagen.

          Das wird auch deshalb wichtig, weil künftig ein Auto nur dann gefahren wird, wenn es sich am richtigen Ort befindet. Statt ein Auto zu besitzen oder über längere Dauer zu mieten, wird Mobilität zur Dienstleistung. Es ist ein Trend, der Computerprogramme bereits erfasst hat: Dort bezahlt man zunehmend für den Zugang zur stets aktuell gehaltenen Software statt für einen einmaligen Download oder gar eine DVD. „Software as a Service“ heißt das Phänomen dort, „Mobility as a Service“ heißt es bei Autobauern und anderen Verkehrsunternehmen.

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