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Alternativen zu Google-Apps : Huawei kooperiert jetzt mit Kartendienst Tomtom

  • -Aktualisiert am

Mit den Kartendaten von Tomtom kann Huawei eigene Apps als Alternative zu Google Maps entwickeln. Bild: Reuters

Weil Trump Huawei auf eine schwarze Liste gesetzt hat, dürfen amerikanische Unternehmen nicht mehr mit den Chinesen kooperieren. Nun hat Huawei einen niederländischen Partner gefunden, um Google-Apps zu ersetzen.

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          Der chinesischen Kommunikationsmittelhersteller Huawei kann bei der Suche nach Alternativen für Google-Apps einen Erfolg verbuchen. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, hat das Unternehmen mit dem Navigationssystemanbieter Tomtom eine Lizenzvereinbarung getroffen, die Huawei die Nutzung der Kartendaten und weiterer Dienste des niederländischen Unternehmens in Smartphone-Apps gestattet. Auch das Technik-Magazin t3n hatte über die Vereinbarung berichtet.

          Tomtom-Sprecher Remco Meerstra bestätigte gegenüber Reuters die Vereinbarung und sagte, sie sei bereits vor einiger Zeit geschlossen worden, jedoch im Interesse beider Partner geheimgehalten worden. Zu Details wie Preis, Umfang oder Laufzeit des Deals äußerte sich Meerstra jedoch nicht.

          Seit die amerikanische Regierung Huawei im vergangenen Jahr wegen Bedenken der nationalen Sicherheit auf eine schwarze Liste gesetzt hatte, ist es amerikanischen Unternehmen nicht mehr gestattet, Geschäfte mit dem chinesischen Konzern zu machen. So darf Huawei beispielsweise nicht mehr das Googles-Betriebssystem Android samt der dazugehörigen Dienste auf seinen Geräten nutzen, etwa den Kartendienst Google Maps. Mit den Karten, Verkehrsinformationen und der Navigationssoftware von Tomtom kann Huawei nun eigene Apps für seine Smartphones entwickeln.

          Im Gegensatz zu den Vereinigten Staaten sind in Deutschland Kooperationen mit Huawei erlaubt. So bestätigte Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) im Gespräch mit der F.A.Z., dass der chinesische Telekommunikationsausrüster nicht generell vom Ausbau des deutschen 5G-Netzes ausgeschlossen werde: „Ich bin dagegen, ein Produkt aus dem Markt zu nehmen, nur weil die Möglichkeit besteht, dass etwas passieren könnte.“

          Seehofer sagte weiter, würde man chinesische Anbieter ausschließen, würde sich der Netzaufbau um fünf bis zehn Jahre verschieben. „Ich sehe nicht, dass wir ein 5G-Netz in Deutschland ohne Beteiligung von Huawei kurzfristig errichten können.“

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