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Kommentar : Ermutigt die Gründer!

Viele Selbständige wollen weder überbordende staatliche Fürsorge, noch sind sie unzufrieden. Wir brauchen mehr von ihnen.

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          Deutschland ist ein Gründerland – zumindest auf der Mattscheibe. Doch gute Einschaltquoten für Fernseh-Formate wie „Die Höhle der Löwen“ machen aus einem Volk von Angestellten noch lange keine Start-up-Nation, im Gegenteil: Wie die Daten der Kreditanstalt für Wiederaufbau zeigen, nimmt die Gründungstätigkeit hierzulande seit Jahren ab.

          Das liegt auch daran, dass die öffentliche Debatte zum Thema Selbständigkeit in den vergangenen Jahren beherrscht worden ist von schwarz-roten Sozialpolitikern und Gewerkschaften. Wer sein eigenes Unternehmen leitet, gilt demnach als latent armutsgefährdet und bedarf somit des Schutzes durch den fürsorgenden Wohlfahrtsstaat.

          Ignoriert wird dabei häufig, dass viele Selbständige diesen Schutz weder wollen noch benötigen. Wie eine aktuelle Allensbach-Umfrage unter IT-Freiberuflern zeigt, sind diese Computerfachleute mehrheitlich mit ihren Arbeitsbedingungen sehr zufrieden. Und mit ihren meist stattlichen Stunden- und Tagessätzen wahrscheinlich auch. Dasselbe gilt für viele andere Freiberufler.

          Der frühere Google-Chef Eric Schmidt hat während seines Hamburg-Besuchs gerade die Befürchtung geäußert, die Deutschen könnten vergessen, dass Unternehmertum und Dynamik die Schlüssel zur Zukunft seien. Daraus lässt sich aus deutscher Sicht nur eine Lehre ziehen: Macht den Gründern Mut, nicht Angst!

          Sven Astheimer

          Verantwortlicher Redakteur für die Unternehmensberichterstattung.

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