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„Das Trampolin funktioniert“ : Elon Musk stichelt nach Raketenstart gegen Russland

  • Aktualisiert am

SpaceX-Gründer Elon Musk Bild: dpa

Mit einem „Insider-Witz“ schießt Elon Musk eine kleine Spitze in Richtung Russland. Ein Sprecher der russischen Raumfahrtbehörde reagiert auf Twitter, er versteht den Hype um den Raketenstart nicht.

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          Wer zuletzt lacht, lacht am besten – nach diesem Motto hat sich SpaceX-Gründer Elon Musk nach dem erfolgreichen Start einer bemannten amerikanischen Raumfahrtmission auf Kosten des Chefs der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos amüsiert. „Das Trampolin funktioniert“, sagte der Unternehmer am Samstag bei einer Pressekonferenz mit Nasa-Chef Jim Bridenstine zum Start einer SpaceX-Rakete mit zwei amerikanischen Astronauten zur Internationalen Raumstation ISS. Danach lachten beide Männer – und lösten in Online-Netzwerken weiteren Spott über Roskosmos-Chef Dmitri Rogosin aus.

          „Das ist ein Insider-Witz“, sagte Musk über seine Trampolin-Äußerung. Rogosin hatte sich einst darüber mokiert, dass amerikanische Astronauten jahrelang auf russische Raketen angewiesen waren, um zur ISS zu kommen. Die Nasa könne ihre Astronauten ja auch „mit einem Trampolin zur ISS“ befördern, scherzte der Roskosmos-Chef dabei.

          Nach dem erfolgreichen Start der Falcon-9-Rakete von SpaceX mit einer bemannten Dragon-Kapsel bekam Rogosin in Onlinenetzwerken wie Twitter nun einiges zu hören. „Wie gefällt Dir das, Dmitri Rogosin?“, schrieb etwa ein Twitter-Nutzer mit Blick auf den amerikanischen Start.

          Rogosin reagierte nicht auf die Sticheleien, sein Sprecher fühlte sich aber schließlich zu einer Reaktion genötigt. „Wir verstehen nicht wirklich die Hysterie wegen des erfolgreichen Starts eines Crew-Dragon-Raumschiffs“, schrieb Wladimir Ustimenko auf Twitter. „Was vor langer Zeit hätte passieren sollen, ist nun passiert.“

          Alexej Puschkow, Mitglied des russischen Oberhauses, ätzte: „Das ist ein Flug zur Internationalen Raumstation, nicht zum Mars.“ Zugleich stellte der Politiker es im Messengerdienst Telegram als lästig dar, dass sein Land den Vereinigten Staaten bislang mit Raketen aushelfen musste: „Russland braucht Platz für seine eigenen jungen Kosmonauten.“

          Deutlich freundlicher reagierte der Chef des Roskosmos-Programms für bemannte Raumfahrt, Sergej Krikalew. Er grüßte seine erfolgreichen amerikanischen Kollegen in einer Video-Botschaft auf Twitter und erklärte, der Erfolg der amerikanischen Mission werde neue Möglichkeiten eröffnen, die dem gesamten internationalen Weltraumprogramm zugute kämen.

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