https://www.faz.net/-gqe-9u5pj

Urteil in Los Angeles : Elon Musk nach Pädophilie-Stichelei freigesprochen

  • Aktualisiert am

Elon Musk am Bezirksgericht in Los Angeles. Bild: AP

Elon Musk wollte sich an der Rettung Jugendlicher aus einer Höhle in Thailand beteiligen. Dabei geriet er in Streit mit einem Taucher – der vor Gericht landete.

          1 Min.

          Der amerikanische Unternehmer Elon Musk ist vom Vorwurf der Verleumdung freigesprochen worden, nachdem er einen Rettungstaucher als „pädophilen Kerl“ bezeichnet hat. Die von amerikanischen Medien veröffentlichte Entscheidung einer Jury in Los Angeles beendete einen kurzen Prozess. „Mein Glaube an die Menschheit ist wieder hergestellt“, kommentierte Musk das Urteil nach Angaben der „New York Times“.

          Hintergrund ist die Rettungsaktion für eine Jugendfußballmannschaft, die im Juni 2018 von Wassermassen in einer Höhle in Thailand eingeschlossen worden war. Damals schlug Musk den Einsatz eines Mini-U-Boots vor, das dann auch in kürzester Zeit von seiner Raumfahrt-Firma SpaceX gebaut und nach Thailand gebracht wurde. Es kam aber nicht zum Einsatz, weil es nach Angaben der Rettungsleitung für das Vorhaben ungeeignet war.

          Der britische Taucher Vernon Unsworth hatte den U-Boot-Vorschlag öffentlich als PR-Gag kritisiert und gesagt, Musk könne sich „sein U-Boot dahin schieben, wo es weh tut“. Musk zweifelte daraufhin nicht nur die Bedeutung Unsworths in der Rettungsaktion an, sondern bezeichnete ihn auch als „pädophilen Kerl“.

          Vor Gericht verteidigte Musk seine Wortwahl später damit, dass „pädophiler Kerl“ eine „allgemeine Beleidigung“ sei. Sein Anwalt sprach von „frotzelnden Tweets in einem Streit unter Männern“. Er habe den Rettungstaucher nicht ernsthaft als pädophil bezeichnen wollen, sondern als „widerlichen Kerl“, sagte Musk. Er betonte, dass er sich mehrfach entschuldigt habe.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Holocaust-Gedenken : Deutschlands Verantwortung

          Taugt die Erinnerungskultur überhaupt, um tatsächlich zu verhindern, was sie verhindern will? Die vergangenen Tage lassen hoffen, dass Leute, die das auf fatale Weise verneinen, nicht triumphieren werden.
          Der frühere EU-Ratspräsident Donald Tusk (r.) im vergangenen Juni mit Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán am Rande des EU-Gipfels in Brüssels

          Mitglied in der EVP : Fidesz bleibt suspendiert

          Der EVP-Parteichef hat sich entschieden. Für einen Ausschluss der ungarischen Regierungspartei Fidesz aus der Parteienfamilie gebe es keine klare Mehrheit, sagte Donald Tusk in einer Fraktionssitzung in Brüssel.
          Wer sich nicht mehr im Spiegel sehen kann – sollte trotzdem nicht verzweifeln.

          Suizide durch Arznei? : Die Pickel und die Angst

          Pickel lassen manche Menschen verzweifeln. Ein Aknemittel soll helfen – doch es wirkt selbst auf die Psyche. Ist es vielleicht für den Selbsttod junger Menschen verantwortlich? Ein schrecklicher Verdacht lebt auf.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.