https://www.faz.net/-gqe-97g8m

Elon Musk Bild: Reuters

Fliegende Autos : Elon Musk lästert über Uber

  • Aktualisiert am

Elon Musk setzt auf Elektroautos und den Hyperloop, Uber wiederum auf fliegende Taxis. Grund genug für Zoff auf Twitter.

          1 Min.

          Wie bewegen wir uns in Zukunft fort? Das Silicon Valley sucht - natürlich - auch auf diese Frage eine Antwort. Ideen gibt es viele. Tesla-Chef Elon Musk etwa baut nicht nur Elektroautos und schickt sie dann per Space-X-Rakete zum Mars. Auch an der Hyperloop-Idee forscht er kräftig: Menschen werden in großen Kapseln mit mehr als 1000 Kilometer pro Stunde durch Vakuumröhren geschossen. Die Fahrtzeit von San Francisco nach Los Angeles würde sich damit von sechs auf eine halbe Stunde verkürzen.

          Uber-Chef Dara Khosrowshani hingegen stellt sich den Verkehr der Zukunft etwas anders vor. Gemeinsam mit der amerikanischen Weltraumbehörde Nasa und einem Unternehmen namens Bell Helicopter forscht er an fliegenden Taxis. Im Jahr 2020 sollen die ersten Tests in Dallas und Dubai erfolgen. Ein erster Schritt dahin ist der Einsatz kleinerer Drohnen. In Singapur etwa werden sie schon von Polizei und Behörden genutzt.

          Elon Musk wiederum scheint kein Fan von visionären Flugobjekten zu sein. Auf Twitter wurde er von einem Journalisten gefragt, warum er Tunnel für den Hyperloop grabe, wenn man stattdessen auch fliegen könne. Das wiederum gefiel Musk gar nicht. „Wenn du Drohnen über deinem Haus magst, wirst du eine riesige Anzahl von ,Autos', die über deinen Kopf fliegen, lieben. Sie sind 1000 Mal größer und lauter und blasen bei der Landung alles weg, was nicht festgenagelt ist.“

          Ein klarer Hieb in Richtung Dara Khosrowshahi. Der wiederum wehrte sich, ebenfalls per Twitter, und schrieb: „Herausforderung angenommen. Bessere Batterietechnik (danke an Elon Musk) und verschiedene kleinere Rotoren werden viel effizienter sein und Lärm und Umweltverschmutzung vermeiden.“

          Khosrowshahi ist gerade in Indien unterwegs. Während eines Besuches in Neu-Delhi betonte er, trotz andauernder Verluste in den wachsenden Markt in Südostasien zu investieren. Nach eigener Aussage sieht er „gewaltiges Potential“ aufgrund der großen Bevölkerung und des schnellen Internets. Der japanische Tech-Konzern Softbank war kürzlich bei Uber eingestiegen.

          Weitere Themen

          Österreichs nie genutztes Kernkraftwerk Video-Seite öffnen

          Zwentendorf : Österreichs nie genutztes Kernkraftwerk

          In Betrieb gegangen ist das einzige Atomkraftwerk Österreichs nie, da sich die Menschen in einer Volksabstimmung in den siebziger Jahren gegen die Kernkraft entschieden. Aus Wien kommt nun heftiger Widerstand gegen die Brüsseler Taxonomie-Verordnung.

          Topmeldungen

          Schnelle Produktion: Ein Brückenträger für Genua, geschweißt in der Werft, montiert auf der Baustelle

          Brücken vom Dock : Wie Italiens Werften Brücken bauen

          Deutschland hat stillgelegte Werften und kaputte Brücken. Was man daraus machen kann, zeigt Italien in vorbildlicher Manier. Der Schiffsbaukonzern Fincantieri denkt die Stahlverarbeitung breiter.
          Bald Geschichte? Ein Fuchs-Transportpanzer unterwegs in Gao

          Luftwaffe muss abdrehen : Naht das Ende des Mali-Einsatzes?

          Das Militärregime in Bamako geht gegen diejenigen vor, die Mali helfen wollen. Afrikanische und westliche Partner werden boykottiert. Auch russische Söldner werden zur Belastungsprobe. Berlin prüft den Abzug.