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Für Elektroautos : Batteriedeal zwischen VW und Samsung in Gefahr

Die Plattform eines VW-Elektrofahrzeugs mit Batterie auf einem Messestand in Hannover Bild: dpa

Für seine Elektroautos braucht Volkswagen viele Batterien. Samsung ist einer der Lieferanten, will jetzt aber nur noch deutlich weniger Batterien liefern. Das könnte daran liegen, dass VW noch mit einem anderen koreanischen Anbieter kooperiert.

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          Volkswagen hat Probleme mit dem südkoreanischen Lieferanten Samsung bei der Versorgung mit Batterien für seine Elektroauto-Flotte, die das Unternehmen vom nächsten Jahr an in großer Stückzahl auf die Märkte bringen will. Ein Milliarden-Liefervertrag könnte platzen, berichteten Medien am Montag unter Berufung auf die Nachrichtenagentur Bloomberg.

          Carsten Germis
          Wirtschaftskorrespondent in Hamburg.

          Offiziell nahm VW zu den Berichten nicht Stellung. Es war aber zu hören, dass Samsung die erwarteten Mengen an Batterien nicht liefern werde. Samsung habe sich bereit erklärt gehabt, Batterien für etwas mehr als 20 Gigawattstunden zu liefern. Damit sollten 200.000 Autos mit 100 Kilowattstunden-Paketen versorgt werden. Es hätten sich während der Verhandlungen aber unterschiedliche Vorstellungen zu Produktionsvolumen und Zeitplan offenbart. Dadurch sei die Lieferzusage letztlich auf ein Volumen von weniger als fünf Gigawattstunden gesunken, hieß es in den Berichten.

          Aufträge in Höhe von 50 Milliarden Euro

          Volkswagen teilte lediglich mit, dass Samsung weiterhin Batteriezellenzulieferer für Europa bleibe. Die Koreaner lehnten eine Stellungnahme ab. VW hatte im vergangenen Jahr mit den Lieferanten SKI, LG Chem und Samsung aus Südkorea und mit CATL aus China – wie es VW damals formulierte – „starke Partner für die langfristige Versorgung unserer schnell wachsenden E-Flotte gefunden“.

          Probleme mit Samsung traten dem Vernehmen nach auf, nachdem Volkswagen im November vergangenen Jahres den südkoreanischen Batteriehersteller SK Innovation als weiteren strategischen Lieferanten für Elektrofahrzeuge benannt hatte. Mit SKI berät Volkswagen dem Vernehmen nach auch über eine Kooperation beim geplanten Einstieg in eine eigene Batteriezellfertigung in Europa.

          Für die Ausstattung seiner E-Auto-Flotte braucht der Konzern bis 2025 eine Batteriekapazität von mehr als 150 Gigawattstunden im Jahr – das Auftragsvolumen für Batteriezellen in diesem Zeitraum bezifferte der Konzern in seinen Planungen auf mehr als 50 Milliarden Euro.

          VW bleibt gelassen

          Beobachter sagten, dass die Nähe zu SKI beim größeren Wettbewerber Samsung zu Verstimmungen geführt haben könnte. Das ehrgeizige Programm bei der Produktion von Elektroautos sei durch die Probleme mit Samsung aber nicht gefährdet, war in Wolfsburg zu hören. Was Samsung weniger liefere, werde durch die anderen Zulieferer aufgefangen. „Die Kapazität, die wir geplant haben, bekommen wir“, hieß es in informierten Kreisen.

          VW-Chef Herbert Diess treibt die Elektrifizierung der VW-Flotte mit mehr Wucht voran als seine Wettbewerber. Das Wolfsburger Unternehmen strebt an, bis 2025 in der Elektromobilität global führend zu werden.

          Von seinem neuen Modell I.D., dem ersten reinen Elektroauto, erhofft sich VW vom nächsten Jahr an den Durchbruch auf dem Markt für Elektroautos. Bis 2028 stehen knapp 70 neue Elektromodelle auf dem Plan. Dafür braucht VW auch die Versorgungssicherheit bei den Batterien.

          Die eigene Forschung zu Batteriezellen will VW gemeinsam mit dem schwedischen Batterie-Start-up Northvolt voranbringen. Um mittelfristig nicht von den ostasiatischen Zulieferern für Batteriezellen abhängig zu werden, die derzeit den Markt beherrschen, plant VW den Bau eigener Batteriefabriken in Deutschland und Europa.

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