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Doch kein Neuland : Frau Bär erklärt die Digitalisierung

  • -Aktualisiert am

Dorothee Bär in ihrem Büro im Bundeskanzleramt in Berlin Bild: Jens Gyarmaty

Dorothee Bär ist Deutschlands erste Staatsministerin für Digitales. Sie träumt von Flugtaxis und Organen aus dem 3D-Drucker. Doch viele Deutsche sind skeptisch.

          6 Min.

          Jeden Tag spürt Dorothee Bär, wie sehr Deutschland immer noch an der Digitalisierung zweifelt. Sie erfährt das von den Bürgern, aus der Politik und der Verwaltung. Ist es wirklich nötig, sich auf das Internet und seine Folgen einzulassen? Ist der Wandel nicht sogar gefährlich? Wie letztens, als sie einer Gruppe aus ihrem bayerischen Wahlkreis erzählt, was die Regierung alles Digitales vorantreibt. Die erste Frage dazu: Ob sie sich schon mal Gedanken gemacht habe über die gesundheitlichen Risiken der fünften Mobilfunkgeneration 5G? Bär, als Staatsministerin im Bundeskanzleramt zuständig für das Digitale, muss in so einer Situation retten, was zu retten ist: Selbstverständlich, alles werde einer Risikofolgenabschätzung unterzogen.

          Jan Hauser

          Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Dieser Austausch ist typisch. Immer wieder erfährt Bär die negative Sicht auf die Digitalpolitik. Das überrascht sie mittlerweile nicht mehr, aber anfreunden will sie sich damit auch nicht. „Wir haben zu viele Ängste und sehen die Chance zu wenig“, sagt die 41 Jahre alte CSU-Politikerin im Gespräch in ihrem Büro im Kanzleramt. Seit einem Jahr ist sie die erste „Staatsministerin für Digitalisierung“ und damit das Gesicht der Regierung für alle digitalen Fragen. Die Erfolge sind überschaubar, die Aussichten ebenso.

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