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Streamingdienst gestartet : So ernst meint es Disney mit dem Angriff auf Netflix

  • -Aktualisiert am

Gut gelaunter Weltraumfratz mit großem Schlafbedürfnis: dieser kleine Kerl darf nicht in die Hände des Imperiums gelangen. Bild: Disney

In der Corona-Krise bleiben viele Menschen daheim. Genau jetzt bringt Disney den Streamingdienst „Disney+“ nach Deutschland – und auch die Konkurrenz frischt ihre Portale auf. Wer bietet was?

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          Über Walt Disneys neuen Streamingdienst hat sich der Pinneberger Rapper Björn Warns erst aufgeregt. Der amerikanische Unterhaltungskonzern wuchert dabei mit den Superhelden der Marvel-Reihen und Familienfilmen wie „König der Löwen“, doch zum Start im November blieb die Sicht aus Deutschland darauf verwehrt.

          Disney fing zuerst mit Amerika und anderen Ländern an. Das ärgerte den Musiker Warns, bekannt als Schiffmeister der Hip-Hop-Meister „Fettes Brot“, der unbedingt die neue Star-Wars-Serie „The Mandalorian“ sehen wollte und seinen Unmut darüber in sozialen Medien mitteilte. Nun hat zumindest das ein Ende: Am Dienstag beginnt der Unterhaltungskonzern mit „Disney+“ auch in Deutschland seine vielen Kassenschlager im Internet zu zeigen und schreitet damit mit Meilenstiefeln in den hiesigen Medienmarkt hinein.

          Wie ernst es Disney mit dem Angriff auf Netflix und die anderen Streamingdienste ist, zeigt allein die neue Serie aus dem Star-Wars-Reich, deren acht Folgen eigenes für „Disney+“ entwickelt worden und rund 100 Millionen Dollar kosten. Das dürfte nicht nur Rapper Warns anziehen, sondern ebenso viele kleinen und großen Anhänger des Science-Fiction-Abenteuers. Zumal schon die anderen Filme von Disney und deren Tochtergesellschaften ein Millionenpublikum ins Kino gelockt haben, wofür sich Internetzuschauer nicht weniger interessieren dürften.

          Ebenso verfolgen gewiss die deutschen Fernsehsender wie auch die amerikanischen Platzhirsche Netflix und Amazon das Vorpreschen des neuen Konkurrenten mit dem reichhaltigen Filmkatalog.

          Wie laufen Serien in diesen Zeiten weiter?

          Bis Disney an Netflix heranreicht, wird es noch dauern. Der Marktführer zählt mehr als 167 Millionen bezahlte Mitgliedschaften in mehr als 190 Ländern. In Amerika, Kanada und anderen verfügbaren Ländern kommt „Disney+“ schon auf fast 29 Millionen Abonnenten, was in der Kürze der Zeit allerdings ein Fingerzeig an die Konkurrenz ist. In Deutschland sollen nun für 6,99 Euro im Monat oder 69,99 Euro im Jahr mehr hinzukommen. Zudem sollen Kunden der Deutschen Telekom Disney+ sechs Monate lang kostenlos nutzen dürfen.

          Allerdings fällt der Start des nächsten Streamingdienstes in ungewöhnliche Zeiten. Durch die Corona-Krise bleiben viele Menschen zu Hause und schauen wieder vermehrt Fernsehen, auch um sich über die aktuellen Entwicklungen zu informieren. Zuvor war die Frage vor allem, für wie viele verschiedene Streamingdienste ein Haushalt wohl bezahlen mag. Nun scheint ein weiteres Angebot gerade zur rechten Zeit zu kommen. Jedenfalls sollen die großen Streamingdienste Netflix und Amazon ihre Videos in Europa vorsorglich und vorerst nur noch in verringerter Qualität übertragen, damit die Internetkapazität für die vielen Menschen in Heimarbeit ausreichen. Auch „Disney+“ zeigt sein Programm nun nicht in HD-Qualität.

          Zwar dürfte das Interesse für Internetvideos in der gegenwärtigen Zeit steigen, wenn viele Menschen mehr Zeit in den eigenen vier Wänden verbringen. Doch gleichzeitig betrifft die Filmbranche die Corona-Pandemie wie auch andere Unternehmen: Viele Produktionen pausieren oder sind abgesagt. Manches Unternehmen fürchtet dadurch Kosten zu haben, ohne weitere Einnahmen zu erhalten. So dürfte sich mancher Nachschub für Serienfans zumindest verzögern.

          Überall tauchen amerikanische Serien auf

          Bisher kann sich allerdings kaum einer über zu wenig Filme oder Serien beschweren. Der Fundus von „Disney+“ mit Filmen wie „Bambi“, „Toy Story“ und „The Avengers“, allen „Simpsons“-Folgen oder Dokumentationen von „National Geographic“ dürfte mit den Katalog mit den anderen Diensten mithalten. Die amerikanischen Streamingdienste und auch die deutschen Anbieter haben ebenfalls eine Bandbreite an Filmen und Serien zu bieten. Der langjährige Platzhirsch Netflix zeigt für Preise von mindestens 7,99 Euro im Monat vor allem amerikanische Serien wie „Stranger Things“, „Narcos“ oder „Star Trek: Discovery“ neben deutschen Produktionen wie „Dark“ oder dem neuen Frankfurter Rap-Gangsterepos „Skylines“.

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