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Digitalisierung in Deutschland : Das Vorzeichen der Angst

Der Digitalgipfel trügt: Die Debatte wird von den Ängstlichen bestimmt. Bild: Reuters

Der Digitalgipfel trügt. Die Debatte prägen nicht die Begeisterten, sondern die Ängstlichen. So fällt Deutschland zurück.

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          Das Thema Digitalisierung werde über den Wohlstand von morgen entscheiden, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf dem zweitägigen „Digitalgipfel“ in Dortmund. Diese Veranstaltung ist ein jährlich serviertes Stück Digital-Baiser, schaumig-leicht. Sogar der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie, Dieter Kempf, nannte es in der F.A.Z. kürzlich „eher Show“ (weshalb Merkel ihm nun in Dortmund androhte, nicht mehr zum Jahrestag zu kommen). Immerhin: Die digitalen Tage sind der Gipfel der deutschen Digitalbegeisterung. Im Übrigen prägen die Debatte nicht die Begeisterten, sondern die Ängstlichen.

          Das hat gerade erst wieder der Bericht der von der Bundesregierung eingesetzten „Datenethikkommission“ gezeigt. 16 Persönlichkeiten, darunter Kempf, sollten der Bundesregierung Ratschläge erteilen, doch das dicke Papier will viel mehr: Es soll eine Blaupause für die EU-Digital- und -Medienpolitik werden.

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