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Meister der Digitalisierung? : Die gefährliche Selbstüberschätzung deutscher Unternehmen

Arbeit mit schlauen Maschinen: Viele Unternehmen sehen die eigene Branche einem starken Wandel ausgesetzt. Bild: dpa

Deutsche Unternehmen betrachten Google oder Amazon nicht als Konkurrenz, und Start-ups schon gar nicht – das kann sich rächen.

          3 Min.

          Deutsche Unternehmen halten sich selbst häufig für die Überflieger in der Digitalisierung. Doch sie unterschätzen möglicherweise, wie stark sich ihr eigenes Geschäftsmodell noch verändern muss. Auch die in immer mehr Bereiche drängenden Internetunternehmen wie Google oder Amazon werden gemeinhin nicht als eine Gefahr gesehen. Und Start-ups schon gar nicht. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage der GfK unter rund 2000 deutschen Unternehmen, die mehr als 250 Millionen Euro Umsatz erzielen. Die Beratung Etventure, die Unternehmen in der Transformation von analog zu digital berät, hat die Studie in Auftrag gegeben, die sich um „digitale Transformation“ dreht. Der Begriff wabert seit Jahren durch die Unternehmens- und noch stärker durch die Beraterwelt. Doch die Ergebnisse der aktuellen Befragung, die der F.A.Z. exklusiv vorliegt, zeigen, dass es noch immer Nachholbedarf gibt. Auch wenn inzwischen fast jedes Unternehmen Kreativräume für „Design Thinking“ schafft, in denen nicht nur bunte Klebezettel eine hippe Start-up-Atmosphäre aufbauen. Doch das reicht nicht zur Veränderung.

          Jonas Jansen

          Wirtschaftskorrespondent in Düsseldorf.

          „Es gibt eine deutliche Diskrepanz zwischen Eigenwahrnehmung der deutschen Unternehmen und den realen Herausforderungen durch die Digitalisierung“, sagt Philipp Depiereux, Gründer und Geschäftsführer von Etventure, die seit Oktober letzten Jahres zur Beratungsgesellschaft EY gehört.

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