https://www.faz.net/-ikh-a86hz

Deutsche Post : Neue Briefmarken haben künftig einen Matrixcode

Die Deutsche Post bringt erstmals eine Briefmarke auf den Markt, die einen Matrixcode enthält und dadurch nachverfolgbar ist. Bild: dpa

Kunden können den Code mit ihrem Smartphone scannen und nachschauen, wie weit ihr Brief gekommen ist. Von 2022 an sollen alle Briefmarken mit einem Matrixcode versehen werden.

          1 Min.

          Die gute alte Briefmarke wird digital. Am Donnerstag bringt die Deutsche Post eine erste Marke heraus, die neben dem Bildmotiv einen Matrix-Code aufweist. Das rechteckige Zeichenmuster aus weißen und schwarzen Flächen funktioniert ähnlich wie die Strichcodes auf Verpackungen oder Tickets. Die darin gespeicherten Informationen lassen sich auslesen, um den Weg eines Briefes genauer zu verfolgen.

          Helmut Bünder
          Wirtschaftskorrespondent in Düsseldorf.

          Diese Möglichkeit können auch die Postkunden nutzen: Sie können den Code mit ihrem Smartphone scannen und in der Post & DHL App nachschauen, wie weit ihr Brief gekommen ist. Angezeigt wird, wann der Brief die Versandregion verlassen hat und wann er das Sortierzentrum in der Empfängerregion erreicht hat. Nicht erfasst allerdings wird die letzte Meile mit der Zustellung beim Adressaten. Wer einen Nachweis braucht, dass sein Brief tatsächlich angekommen ist, muss ihn also auch weiterhin als Einschreiben verschicken.  

          Ab 2022 alle Briefmarken mit Code

          Für die Post wiederum hat der Code den Vorteil, dass sie Störungen im Betriebsablauf schneller erkennen und beheben kann. Weil sie den Weg über die Eingangs- und Abgangssortierzentren nachverfolgen kann, lässt sich etwa bei Reklamationen über verspätete Briefe leichter herausfinden, wo sie stecken geblieben sind. „Die Briefmarke mit Matrixcode macht unsere Dienstleistung noch zuverlässiger“, sagte der verantwortlich Postvorstand Tobias Meyer.

          Technisch sind die Matrixcodes für die Frankierung nichts Neues. Sie werden schon seit langem für die Frankierung von Geschäftspost genutzt. Die erste herkömmliche Marke dieser Art schmückt ein Bildmotiv mit dem Namen „Digitaler Wandel“.  Von 2022 an sollen alle Briefmarken mit einem Matrixcode versehen werden.  

          Vor Fälschungen schützen

          Ein wichtiger Grund dafür ist es, die Postwertzeichen vor Fälschungen zu schützen. Im Internet kursieren zahlreiche Angebote für Briefmarken, die weit unter dem aufgedruckten Wert zu haben sind. Meistens handelt es sich um „gewaschene“, also bereits genutzte Briefmarken, teils um illegal gedruckte Kreationen.

          Die Fälschung und Wiederverwendung von Marken sei ein „massiv wachsendes Problem“ sowohl für die Post wie auch andere Briefgesellschaften, hieß es in einer Mitteilung des „gelben Riesen“. Viele Kunden malen sich allerdings  ihre Briefmarken inzwischen ganz legal selbst auf den Brief: mit Hilfe einer App, die nach Zahlung des gewünschten Porto einen Code aus Zahlen und Buchstaben erzeugt. Der muss dann nur noch rechts oben auf dem Umschlag notiert werden.  

          Weitere Themen

          Weltraumtouristen sicher gelandet Video-Seite öffnen

          SpaceX : Weltraumtouristen sicher gelandet

          Aus dem SpaceX-Flugkontrollzentrum in einem Vorort von Los Angeles war Applaus zu hören, als sich die ersten Fallschirme öffneten.

          Scholz nennt konkrete Zahl für Steuererhöhung

          Wahlkampf : Scholz nennt konkrete Zahl für Steuererhöhung

          Erstmals beziffert der SPD-Spitzenkandidat, wie hoch der Spitzensteuersatz unter ihm als Kanzler steigen könnte. Im Gegenzug macht er unter anderem einen Mindestlohn von 12 Euro zur Bedingung für jede Koalition.

          Topmeldungen

          Das französische U-Boot Shortfin Barracuda

          Australien zu U-Boot-Deal : „Wir haben unsere Bedenken geäußert“

          Paris wirft Canberra wegen eines geplatzten Rüstungsdeals „Doppelzüngigkeit“ vor. Der australische Außenminister weist den Vorwurf der Lüge jetzt entschieden zurück. Und auch die neue britische Außenministerin verteidigt den Deal.
          Mann des Tages: Leroy Sané

          Bayern in Bierzeltstimmung : Volle Kanne Sané

          Statt Pfiffe und Häme wie zuletzt bekommt er plötzlich wieder Sonderapplaus: bei Bayerns Torfest gegen Bochum ist Leroy Sané der gefeierte Mann. Woher kommt der Wandel?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.