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Carsten Knop

Digitale Kommunikation : Wer befreit unsere Daten?

  • -Aktualisiert am

Ein Rechenzentrum der Deutschen Telekom Bild: dpa

Wenn es um Digitalthemen geht, meldet sich in Deutschland schnell der Lobbyverband Bitkom zu Wort. Allzu hörig sollten wir dem Verband aber nicht werden.

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          Wenn in Deutschland nach einer Stimme zu Digitalthemen gesucht wird, findet sich eine solche schnell beim Lobbyverband Bitkom: Gegründet im Jahr 1999, kann der Verband auf 2700 Mitgliedsunternehmen verweisen, welche die deutsche Informations- und Kommunikationstechnik in ihrer Breite abdecken. Gut 1000 Mittelständler sind vertreten, mehr als 500 junge Start-up-Unternehmen. Pressemitteilungen zu aktuellen Themen gibt es beinahe jeden zweiten Tag; im Verband ist man stolz auf die große Sichtbarkeit im Vergleich zu anderen Lobbyorganisationen der Wirtschaft. Der Geschäftsführer dürfte durch seine Medienpräsenz zu den bekanntesten im Land gehören, Messen wie die IFA oder die IAA sind die aktuellsten Anlässe, die Verbandsmeinung zur Digitalisierung kundzutun.

          Allzu Bitkom-hörig aber sollte das Land rund um die Digitalisierung besser nicht werden. Denn mit der zunehmenden Bedeutung des Themas müssen auch die Schwierigkeiten des Verbandes beachtet werden, die ihre Gründe in der Verbandsstruktur haben. Der Bitkom berechnet seine Mitgliedsbeiträge nach Umsatz oder Mitarbeiterzahl in Deutschland. Das heißt, dass große Telekommunikationsunternehmen wie die Deutsche Telekom oder Vodafone, aber auch amerikanische IT-Anbieter mit großen Niederlassungen in Deutschland wie zum Beispiel Microsoft und IBM für die Finanzierung des Verbandes besonders wichtig sind.

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