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Microsoft-Skills : Dieser Fünfzehnjährige ist Excel-Weltmeister

  • Aktualisiert am

Kevin Dimaculangan ist Excel-Weltmeister. Bild: Certiport

Es gibt sie wirklich: die Excel-Weltmeisterschaft. Ein junger Amerikaner hat sie gewonnen – und liebäugelt schon mit dem nächsten Programm.

          2 Min.

          Lebenslauf, zweite Seite, Computerkenntnisse. Word, sehr gut, Excel, ähm natürlich auch sehr gut. Tabellen erstellen kann doch jeder, oder? Und wie man eine Summe berechnet, wissen Sie auch? Na dann – auf nach Amerika zur Microsoft-Excel-Weltmeisterschaft – ja, die gibt es wirklich! Doch ohne Sie entmutigen zu wollen: Vermutlich würden Sie mit ihren fünf einstudierten Tastenkombinationen nicht weit kommen.

          Den diesjährigen Wettbewerb konnte Anfang des Monats ein 15 (!) Jahre alter Amerikaner für sich entscheiden. Kevin Dimaculangan aus Florida weiß mit seinen jungen Jahren schon mehr über Excel, als die meisten Menschen in ihrem ganzen Leben lernen werden. Schüler und Studenten im Alter von 13 bis 22 Jahren bereiten sich Monate – manchmal sogar Jahre – auf die Weltmeisterschaft vor. Auf dem Weg dahin müssen sie Zulassungstests, regionale und nationale Meisterschaften in drei Disziplinen absolvieren: Word, Excel und Powerpoint. Dieses Jahr meldeten sich 760.000 Kandidaten für den Wettbewerb an. 152 Studenten aus 51 Ländern schafften es in die Endrunde und reisten nach Orlando, Florida, um sich für ein Preisgeld von 7000 Dollar die Finger wund zu tippen.

          Die Teilnehmer konnten dabei zwischen der 2013- und der 2016-Version der Microsoft-Programme wählen – schließlich hat jeder Microsoft-Kenner so seine Vorlieben. In der Kategorie Excel 2016 konnte sich schon im vergangenen Jahr ein Amerikaner durchsetzen. Dieses Jahr war Kevin der beste.

          Dabei war Excel eigentlich immer nur ein Hobby für den 15-Jährigen. An seiner Schule in Lee County wird besonders viel Wert auf die technische Ausbildung der Schüler gelegt. Kevin erzählt, ein Lehrer habe den Stein ins Rollen gebracht. Er motivierte seine Schüler mit kleinen Preisen dazu, Urkunden für Computer-Kenntnisse zu erwerben. Derjenige, der die meisten Zertifikate in der Hand hielt, bekam etwa einen Bluetooth-Lautsprecher.

          Nächster Halt: Powerpoint

          Kevin entschied sich dazu, sein Glück in Excel zu versuchen. Von 1000 Punkten erreichte er 1000, ein perfektes Ergebnis. Er ließ sich in der höchsten Schwierigkeitsstufe testen und wieder erzielte er makellose Resultate. Schon bald unterrichtete er seine Mitschüler – und seine Lehrer.

          Die Weltmeisterschaft war aber dennoch kein Selbstläufer für den Excel-Profi. In dem Wettbewerb bekommen die Teilnehmer verschiedene Aufgaben gestellt und müssen Excel-Dateien nachprogrammieren. Wer am nächsten an das Original herankommt, gewinnt. „Es kommt nicht auf die Zeit an, weil sowieso niemand fertig wird“, sagte Kevin CNN. Genauigkeit sei das Entscheidende. In den anderen Kategorien räumten Schüler und Studenten aus Taiwan, Thailand, Neuseeland und Hongkong die Preise ab.

          Auf die Frage, welche Pläne er für die Zukunft hat, antwortete Kevin: „In Excel gibt es nicht mehr viel zu lernen für mich“ – hat man sowas schon mal gehört? Vielleicht werde er sich nun auf Powerpoint stürzen. Wo ihn seine Excel-Kenntnisse später einmal hinführen werden, weiß er noch nicht so genau. Er könne sich aber vorstellen, Programmierer zu werden.

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