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Unabhängiges Kontrollgremium : Diese Menschen sitzen in Facebooks neuem „obersten Gericht“

  • Aktualisiert am

Facebook will sich unter die Lupe nehmen lassen. Bild: Reuters

Hass oder legitime Meinungsäußerung? In strittigen Fragen um Inhalte will sich das weltgrößte soziale Netzwerk künftig einem unabhängigen Aufsichtsgremium unterordnen. Nun stehen dessen erste Mitglieder fest.

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          Facebook will bei strittigen inhaltlichen Fragen künftig dem Urteil eines unabhängigen Kreises von Fachleuten folgen. Die ersten 20 Mitglieder dieses „Oversight Board“ hat das größte soziale Netzwerk der Welt nun bekanntgegeben.

          Zu dem Gremium gehören unter anderem der ehemalige amerikanische Bundesrichter und Religionsfreiheitsexperte Michael McConnell, der Verfassungsrechtler Jamal Greene, die kolumbianische Anwältin Catalina Botero-Marino und die ehemalige dänische Premierministerin Helle Thorning-Schmidt. Zudem gehören ihm der ehemalige Richter am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, Andras Sajo, die jemenitische Aktivistin und Friedensnobelpreisträgerin Tawakkol Karman und der ehemalige Chefredakteur der britischen Zeitung „Guardian“, Alan Rusbridger, an.

          Das unabhängige Gremium, das einige als „Supreme Court“ („oberster Gerichtshof“) des Internetkonzerns bezeichnet haben, soll in der Lage sein, Entscheidungen des Unternehmens zu kippen, auch wenn diese von Facebook-Chef Mark Zuckerberg persönlich kommen. „Was uns betrifft, so wird Facebook die Entscheidungen des Kontrollgremiums umsetzen, sofern dies nicht gegen das Gesetz verstoßen könnte, und konstruktiv nach bestem Wissen und Gewissen den Richtlinien des Gremiums folgen“, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens.

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          Das Hauptaugenmerk soll auf der Beurteilung von politischen Äußerungen der Nutzer liegen, denn Facebook steht seit langem wegen Problemen beim Umgang mit Inhalten in der Kritik. Die Beschwerden reichten von der vorübergehenden Entfernung eines berühmten Kriegsfotos eines nackten Mädchens, das vor einem Napalm-Angriff in Vietnam flieht, bis hin zur Nichtbekämpfung von Hasspostings gegen die Minderheit der Rohingya in Myanmar.

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