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Zukunft der Kommunikation : Sprechen Sie mit dem Roboter!

  • -Aktualisiert am

Geräte zur Elektroenzephalographie lesen Gehirnströme und -wellen Bild: Timothy Schaumburg

Früher verstanden die Maschinen nur „ein“ und „aus“. Heute deuten Roboter Gesichtsausdruck und Körpersprache. Werden sie uns in Zukunft auch trösten, unterhalten und therapieren – oder droht die absolute Kontrolle?

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          Hana-chan lässt kein Missverständnis aufkommen: Die kleine Plüschhündin schnüffelt an den Füßen der Menschen und fällt in Ohnmacht, wenn jemand mal wieder duschen sollte. Sie wurde im vergangenen Jahr entwickelt und kommt wie die meisten niedlichen Roboter aus Japan. Ihre Kollegen, die flauschige Robbe Paro und Pepper, das Plastikmännchen mit den großen Augen, haben schon international Karriere gemacht. Sie werden auf der ganzen Welt eingesetzt, um jeweils in ihrer eigenen Art mit Menschen zu kommunizieren.

          Paro, die auch manchmal Emma heißt, liegt auf dem Schoß demenzkranker Patienten, fiept, bis man sie streichelt, drückt sich gegen die kraulende Hand, hebt das Köpfchen, schaut dem Senior in die Augen und klimpert mit ihren langen Wimpern. Paro schmust aber nicht mit jedem gleichermaßen; die Robbe merkt sich, wer sie wie berührt hat, sie kann riechen, sehen und hören. Über diese Robbe, so heißt es in Altenheimen allerorts begeistert, könne man wieder Nähe aufbauen zu Menschen, die mit anderen ihrer Art nicht mehr reden wollen.

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