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Neuer Angriff entdeckt : Können die meisten W-Lan-Router geknackt werden?

  • Aktualisiert am

Wie sicher verschlüsselt ist das, was wir mittels Wlan-Routern tun? Bild: AP

Eigentlich sollen Internetverbindungen sicher sein, dafür gibt es spezielle Verschlüsselungstechniken. Nun hat ein deutscher Forscher offenbar eine wichtige Lücke entdeckt.

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          Ein deutscher Forscher hat eine Sicherheitslücke in der gängigen W-Lan-Verschlüsselungstechnik WPA/WPA2 entdeckt. Seine Technik ist nach eigenen Angaben in der Lage, gesicherte W-Lan-Verbindungen anzugreifen und das Passwort zu knacken. Davon betroffen sind offenbar die meisten modernen Router.

          Sicherheitsforscher Jens Steube schildert in einem Forum detailliert, unter welchen Voraussetzungen seine Technik funktioniert: Demnach muss die Funktion Pairwise Master Key Identifiers (PMKID) aktiviert sein. Hingegen ist es nicht mehr erforderlich, dass ein Nutzer sich in das W-Lan einloggt. Der Angreifer kann stattdessen direkt mit dem sogenannten Access Point kommunizieren.

          Steube schreibt, dass er die neue Methode zufällig entdeckt habe, während er nach Wegen gesucht habe, die neue WPA3-Verschlüsselung zu knacken. Zugleich berichtet er, dass der neue Standard sehr viel schwerer zu knacken sein werde. Grund sei das moderne Protokoll „Simultaneous Authentication of Equals“ (SAE).

          WPA3 wurde kürzlich standardisiert, ist allerdings noch auf kaum einem Router bislang aufgespielt. Die flächendeckende Einführung war bislang für Anfang des kommenden Jahres geplant. Der bisher verbreitete Verschlüsselungsstandard WPA2 wurde schon im Jahr 2004 eingeführt.

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