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Kommentar zur Start-up-Szene : Israels Innovationen haben ihren Preis

Die Start-up-Szene in Israel wird mit vielen Milliarden vom Staat gefördert. Foto von der CyberTech-Konferenz in Tel Aviv. Bild: Reuters

Die Gründerszene in Israel wächst und hat viel Potential. So schön der Erfolg ist, so hat er doch seine Schattenseiten.

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          Tel Avivs Start-up-Szene wird gern im gleichen Atemzug mit dem Silicon Valley genannt. Mehrere tausend Start-ups haben sich angesiedelt. Israel wird oft als Sehnsuchtsort, als Vorbildnation für Gründer und kreative Köpfe bezeichnet. Auch hierzulande wünscht sich manch einer israelische Zustände. Aber welche Modelle lassen sich übertragen? Und ist das überhaupt wünschenswert? Denn Israels Innovationen haben ihren Preis.

          Ilka Kopplin

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Besucher aus Deutschland beeindrucken die kurzen Wege, die schnellen Entscheidungen, das einfache Netzwerken. Der Eindruck trügt nicht. Das liegt auch an der Fläche des Landes, das so groß wie Hessen ist und nicht einmal zehn Millionen Einwohner hat. Ausschlaggebend ist das eng verzahnte Netzwerk aus Start-ups, Universitäten, Geldgebern, großen Konzernen und Behörden. Jede wissenschaftliche Einrichtung, egal ob Universität oder Krankenhaus, hat ein eigenes Technologie-Transfer-Büro. Sie fungieren als Schnittstelle und Anlaufstation von Unternehmen und Wissenschaftlern. Sie organisieren Netzwerkveranstaltungen. Sie sorgen dafür, dass das Geld für verkaufte Patente zurück an Wissenschaftler und die forschende Einrichtung fließt. Sie helfen Gründern in bürokratischen Fragen.

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